Gut durch den Herbst des Lebens

Gesund / 30.03.2018 • 10:43 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Aufgeweckt und interessiert bleiben für Neues, das hilft über vielerlei Unbilden hinweg, die die Wechseljahre den Frauen bescheren können. Auch so manches bewährte Hausmittel kann nützlich sein und Beschwerden lindern. 
Aufgeweckt und interessiert bleiben für Neues, das hilft über vielerlei Unbilden hinweg, die die Wechseljahre den Frauen bescheren können. Auch so manches bewährte Hausmittel kann nützlich sein und Beschwerden lindern. 

Wechseljahre sind Wandeljahre und keine Krankheit

Wolfurt Wechseljahre sind keine Krankheit. Das Klimakterium ist ein natürlicher Lebensabschnitt der Frau und beginnt zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr. In dieser Zeit vermindert sich langsam die Produktion der weiblichen Hormone (Progesteron und Östrogen) in den Eierstöcken. Die monatliche Blutung wird unregelmäßig und bleibt erst gelegentlich, später auch für Monate aus. Die Menstruation kann einmal stärker und einmal schwächer ausfallen. Produzieren die Eierstöcke keine Eier mehr, bleibt die monatliche Blutung aus und die fruchtbare Zeit der Frau endet.

Progesteron und Östrogen sind auch an der Regulation von Körpertemperatur, Stoffwechsel und dem Gefäßsystem beteiligt. Deshalb kann es besonders durch den sinkenden Östrogenspiegel zu belastenden Symptomen kommen. Typische Beschwerdebilder sind Hitzewallungen, nächtliche Schweißausbrüche und Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Gedächtnisstörungen, Arteriosklerose, starke Blutungen, Krämpfe, Reizbarkeit und Depressionen, Antriebsschwäche, Blutdruckschwankungen, Harninkontinenz, Scheidentrockenheit, Libidoverlust, Osteoporose sowie Altersakne.

Helfer aus der Natur

Zwei besonders wirksame Pflanzen, die eine gute Verträglichkeit aufweisen, sind der Mönchspfeffer und die Traubensilberkerze. Ersterer wird seit altersher in der Naturheilkunde bei Menstruationsstörungen eingesetzt. Er unterstützt die Regulationsfähigkeit und kann einen Mangel an Gestagenen ausgleichen, der vor allem in den ersten Jahren der Menopause beobachtet wird. Bei nächtlichen oder Schweißausbrüchen während des Tages empfiehlt sich der zusätzliche Einsatz der Traubensilberkerze. Diese enthält Phyotoöstrogene, welche sowohl das psychische als auch das körperliche Wohlbefinden verbessern können. Eine optimale Wirkung entfalten Mönchspfeffer und Traubensilberkerze in der Kombination, denn dadurch kann der Hormonhaushalt stabilisiert werden. Zudem lindert die Traubensilberkerze auftretende Migräne und Stimmungsschwankungen depressiver und gereizter Art. Ähnliches gilt auch für die Tigerlilie.

Die Jahre des Wandels finden ebenso auf seelischer Ebene statt. Wir altern, und die Begrenztheit der Lebenszeit wird uns vor Augen geführt. Dies löst eine tiefe Reflexion über unser bisheriges Leben aus. Es erscheint uns plötzlich dringend, das Leben neu zu ordnen und uns aus Abhängigkeiten zu befreien. Dies lässt eine Entschlossenheit wachsen, bestimmte Umstände zu verändern. Auch Überbelastungen werden nicht mehr so leicht verkraftet. Dies wirft die Frage auf: In wen oder was will ich in Zukunft meine Energie investieren?

Wie eine Befreiung

Oftmals lässt auch das sexuelle Interesse nach. Das Hormon Testosteron beeinflusst das Sexualitätsverlangen. Bei manchen Frauen steigt dieses in der Menopause, bei anderen sinkt es. Viele Frauen erleben allerdings die Befreiung von der Fruchtbarkeit als erlösend. Endlich kann man sich der Lust an der körperlichen Liebe einfach hingeben, und das Plus an Lebenserfahrung macht die reife Frau offener und selbstbewusster im Umgang mit der eigenen Sexualität. Das Gute: Nach der Menopause nimmt die Libido wieder zu, weil die Blutungen aufgehört haben und der Körper wieder zunehmend ausbalanciert ist.

Frauen in den Wechseljahren stehen im Herbst ihres Lebens. Und wofür steht der Herbst? Für Ernte einfahren. Also gilt: Ab jetzt ernte ich die Früchte meines Lebens und lebe den Genuss.  

Seminartipp

Wenn es langsam losgeht . . . Wechseljahre/Wandlungsjahre

Samstag: 28. April 2018 von 10 bis 16 Uhr

Referentinnen: Dipl. Päd. Doris Jäger und Dr. Ute Horbach

Naturheilzentrum Doris Jäger, Wolfurt

Infos: www.nhp-jaeger.at