Akzente setzen für Prostatavorsorge

Gesund / 13.04.2018 • 09:26 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
An der jüngsten Generalversammlung nahm neben Gesundheitslandesrat Christian Bernhard (3. v. r.) auch die Witwe des Gründers, Herlinde Eichberger, teil.Verein
An der jüngsten Generalversammlung nahm neben Gesundheitslandesrat Christian Bernhard (3. v. r.) auch die Witwe des Gründers, Herlinde Eichberger, teil.Verein

Darum bemüht sich die Selbsthilfegruppe seit zwanzig Jahren.

Göfis Obwohl an Bestandsjahren noch jung, hat die Prostata Selbsthilfe Vorarlberg doch schon eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Bei der 8. Generalversammlung wurde deshalb nicht nur dem 20-Jahr-Jubiläum, sondern auch den Initiatoren des Vereins, Helmut Eichberger und Helmut Hutter, gedacht. Nur zwei Jahre nach Gründung der Selbsthilfegruppe erlagen die beiden Männer kurz hintereinander ihren Krebserkrankungen. Doch die begonnenen Bemühungen zur Schaffung von mehr Bewusstsein für die Prostatavorsorge sollten nicht umsonst gewesen sein. Gemeinsam mit Herbert Girstmair übernahm die Witwe von Helmut Eichberger, Herlinde, die provisorische Führung des Vereins, in dem Plakate sowie Folder in Ämtern, Krankenhäusern und Spitälern verteilt wurden.

Notwendigkeit erkannt

So richtig weiter ging es dann 2003. Einen wichtigen Mitstreiter in ihrem Anliegen fand Herlinde Eichberger schließlich in Alfred Hobisch, der damals gerade die Leitung der Urologie im Landeskrankenhaus Feldkirch übernommen hatte. „Ihm war die Notwendigkeit der Fortführung des Vereins sofort ein wichtiges Anliegen“, erinnert sich Karl Lobak, der die Geschicke der Prostata Selbsthilfe seit 2014 führt. Hobisch war es auch, der Hans Tschernig, selbst ein Betroffener, von einem Neustart überzeugen und zur Übernahme der Obmannstelle bewegen konnte. Mit der ersten Generalversammlung am 25. November 2003 gelang die Reaktivierung des Vereins, dessen Ziel es ist, Männer ab 45 zu sensibilisieren, zu informieren und damit zur Prostatavorsorge zu bewegen.

Die Gemeinden als Helfer

Eine Möglichkeit, das Anliegen breit unter das starke Geschlecht zu bringen, eröffnete sich 2005 mit einer Initiative der Stadt Bludenz, indem sie den ersten „Bürgermeisterbrief“ an 45-jährige Männer versendete. Bregenz und Hohenems folgten 2006. Vereinsvertreter besuchten dann im Laufe der Zeit alle 96 Vorarlberger Gemeinden, und die machten beim Versenden von Vorsorgebriefen gerne mit. „Die Aktion läuft bis heute. Wir schätzen die Mithilfe der Kommunen sehr und sind ihnen wirklich zu großem Dank verpflichtet“, sagt Karl Lobak.

Aber auch abgesehen davon versucht der Verein, der aktuell 114 Mitglieder zählt, immer wieder sichtbare Akzente zu setzen. So läuft beispielsweise seit Anfang dieser Woche eine Screenwerbung in den Landbussen des Verkehrsverbundes, und im Oktober soll es in den Nahverkehrszügen der ÖBB eine Plakataktion geben. Für diese Vorhaben gibt es Unterstützung vom Land. VN-MM