Den Durchblick bewahren

11.05.2018 • 07:54 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Mit den Augen nehmen wir etwa 80 Prozent der für uns wichtigen Informationen aus der Umwelt auf.
Mit den Augen nehmen wir etwa 80 Prozent der für uns wichtigen Informationen aus der Umwelt auf.

MedKonkret-Vortrag mit Tipps zur Erhaltung der Sehkraft.

Dornbirn Gutes Sehen ist für viele eine Selbstverständlichkeit. Erst beim akuten Auftreten von Sehproblemen oder Augenschmerzen wird uns die Bedeutung unseres Sehorganes so richtig bewusst. Mit den Augen nehmen wir etwa 80 Prozent der für uns wichtigen Informationen aus der Umwelt auf. Und: Das Auge ist auch das Sinnesorgan, das die meisten Informationen an das Gehirn weiterleitet. Den Durchblick zu bewahren ist deshalb von eminenter Bedeutung. Wie das gelingen kann, erklärt Primar Stefan Mennel, Leiter der Abteilung für Augenheilkunde im Landeskrankenhaus Feldkirch, beim MedKonkret-Vortrag am Dienstag, 15. Mai 2018, ab 19 Uhr im Messequartier (Halle 11) in Dornbirn. Im Vorfeld führt die Firma Neuroth wieder kostenlose Hörtests durch.

Drei wesentliche Faktoren

Drei Faktoren sind für das Sehen wesentlich. Die Entwicklung in den ersten Lebensjahren ist Voraussetzung für ein gutes Sehen. Dann gilt es, die Sehkraft durch Schutz der Augen und eine gesunde Lebensweise zu erhalten. „Der dritte wichtige Faktor ist die Vorsorge mit Augenuntersuchungen sowie das frühzeitige Erkennen von Erkrankungen und die zeitgerechte Behandlung“, listet Stefan Mennel auf. Allerdings müssen mitunter auch die Augen dem Alter Tribut zollen. Grauer und grüner Star, Netzhautablösung oder Makuladegeneration: Diese Erkrankungen sind häufig. Bei einer rechtzeitigen Behandlung lassen sich bleibende Schäden oder gar Erblindung aber verhindern. „Neue Forschungsergebnisse und die enorme Verbesserung der verwendeten technischen Geräte mit hochauflösender Bilddarstellung von Netzhaut, Aderhaut, Glaskörper, Linse und Hornhaut erlauben es, erste Symptome klar zuzuordnen und Therapien rasch einzusetzen“, lautet die gute Botschaft des Augenfacharztes. Rasch muss allerdings bei einer Netzhautablösung gehandelt werden, um eine Erblindung des betroffenen Auges zu verhindern. Typische erste Hinweise sind Blitze und Rußregen. Im weiteren Verlauf kommt es zu Ausfällen im Gesichtsfeld, die als Schatten wahrgenommen werden. Treten diese Zeichen auf, ist eine Untersuchung beim Augenarzt dringend notwendig. „Dieses Beispiel zeigt, dass plötzlich auftretende Veränderungen eine rasche augenärztliche Untersuchung erfordern“, mahnt Stefan Mennel. In Vorarlberg gibt es jährlich etwa 70 Personen, die von einer Netzhautablösung betroffen sind.

Regelmäßige Kontrollen

Zum Schutz der Augen sollte ein Übermaß an UV-Strahlung durch Sonne und Solarium vermieden werden.

Ab dem 40. Lebensjahr empfiehlt sich ein Besuch beim Augenarzt. Nur so kann etwa ein möglicherweise grüner Star, der in diesem Lebensabschnitt oft noch keine Beschwerden bereitet, erkannt werden. Auch eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung, Sport und Nikotinabstinenz sind dem Sehorgan zuträglich. VN-MM

„Plötzlich auftretende Veränderungen erfordern eine rasche Untersuchung.“

MedKonkret

Die Sehkraft erhalten – was muss ich tun?

Referent Primar Stefan Mennel, LKH Feldkirch

Termin Dienstag, 15. Mai 2018, Halle 11, Messequartier Dornbirn

Beginn 19 Uhr, Einlass ab 18 Uhr

Parken für MedKonkret-Besucher frei