Besser Kampf statt Krampf

Gesund / 10.05.2019 • 09:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Nicht einmal Radler sind vor üblen Muskelkrämpfen gefeit. Lech Tourismus
Nicht einmal Radler sind vor üblen Muskelkrämpfen gefeit. Lech Tourismus

Zu ambitioniertes Training steigert Magnesiumverbrauch.

Ismaning Die meisten Sportler haben das schon einmal erlebt: Ein stechender Schmerz fährt durch das Bein, der Muskel zieht sich zusammen, wird hart, streikt. Am häufigsten sind die Waden von Krämpfen betroffen. Doch sie können auch an Armen, Händen, Oberschenkeln oder Füßen sowie bei Sportarten wie Joggen, Radfahren oder Schwimmen auftreten. Die Ursachen sind Flüssigkeitsmangel, Überanstrengung und durch das Schwitzen verlorene Mineralstoffe. Eine besonders wichtige Rolle spielt das Magnesium. Dazu erklärt Sportmedizinerin Stefanie Mollnhauer: „Magnesium ist für jede Muskelkontraktion und Entspannung unverzichtbar.“ Ambitioniertes Training steigert den Magnesiumverbrauch erheblich, und bei einem niedrigen Spiegel leidet die Leistungsfähigkeit der Muskeln, es kann keine Energie bereitgestellt werden und das Risiko für Krämpfe steigt. Bei den ersten Anzeichen eines nahenden Krampfes den Bewegungsablauf ändern, etwa beim Joggen über den ganzen Fuß abrollen statt nur den Vorfuß zu belasten, eine Gehpause einlegen oder beim Radeln Trittstärke und -geschwindigkeit variieren. Ist der Krampf schon eingetreten, hilft nur die Dehnung der betroffenen Muskelpartie – etwa beim Wadenkrampf die Zehen Richtung Nase ziehen.