Eigennutz

Gesund / 13.12.2019 • 11:13 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Vergangenen Samstag habe ich Ihnen an dieser Stelle von den vielen Weihnachtsbeleuchtungen erzählt, die eine wunderbare Stimmung in die Nacht zu zaubern vermögen. Weniger schön finde ich die lichtlosen Gestalten, die derzeit ebenfalls zuhauf durch das Dunkel huschen und teilweise gemeingefährliche Situationen heraufbeschwören. Zum Glück, bin ich geneigt zu sagen, gibt es Menschen, die von sich aus aufpassen, aus reinem Eigennutz, versteht sich. Niemand möchte andere und am allerwenigsten sich selbst gefährden. Beides tun aber die, die es nicht für nötig erachten, sich auf öffentlichen Verkehrsflächen sichtbar zu machen.

Eigennutz: Der Begriff beschreibt bekanntermaßen ein Verhalten, mit dem man sich selbst Gutes tun will. In einer anderen Definition wird Eigennutz auch als etwas bezeichnet, das dem Egoismus gleichkommt. Nun sind echte Egoisten in den wenigsten Fällen gemütliche Zeitgenossen, und eine stark ausgeprägte Ich-Bezogenheit ist im Regelfall ein eher uncharmanter Charakterzug. Geht es um Wohl und Weh‘, kann ein bisschen Eigennutz hingegen kein Schaden sein, wenn er denn auch anderen zum Vorteil gereicht.

Mein Vater pflegte immer zu sagen, wenn ich wieder einmal von einem Besuch im Montafon mit dem Auto nach Hause fuhr: „Pass selber auf, man weiß nie, was die anderen tun.“ Stimmt schon, aber es wäre an der Zeit, dass auch die begreifen, dass Sicherheit ein gemeinsames Anliegen sein muss.

Marlies Mohr

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