Unterstützung für eine wertvolle Arbeit

Gesund / 20.12.2019 • 09:01 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Freude über den großzügigen Scheck war bei Gebern und Beschenkten groß. Schließlich fließt das Geld in eine gute Sache.khbg
Die Freude über den großzügigen Scheck war bei Gebern und Beschenkten groß. Schließlich fließt das Geld in eine gute Sache.khbg

Schülerinnen und Schüler spenden 8000 Euro an den Verein Omnibus.

Rankweil Die diesjährigen Absolventen der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Rankweil fassten einen ehrenvollen Entschluss: Die Einnahmen des Diplomballs sollten dem Verein Omnibus, einer Beratungs- und Anlaufstelle für Menschen in seelischen Krisen, mit psychiatrischen Diagnosen und deren Bewältigung, zugutekommen. „Wir sind im Rahmen unserer Ausbildung auf den Verein aufmerksam geworden. Die Mitarbeiter von Omnibus leisten wertvolle Arbeit, indem sie Betroffenen neue Hoffnung und einen Ausweg aus der schwierigen Lebenssituation aufzeigen. Diese Unterstützung brauchen Menschen in Krisen, um ihr Tief zu überwinden“, erklärt Klassensprecher David Yilmaz die Motivation.

„Mit eurer Spende leistet ihr einen wichtigen Beitrag zur Begleitung von Menschen in schwierigen Lebenslagen“, bedankt sich Johannes Ströhle, Mitarbeiter von Omnibus, für das großzügige Geldgeschenk. Im Austausch auf Augenhöhe möchte Omnibus helfen, ein erfülltes, eigenverantwortliches, selbstbestimmtes Leben nach einem seelischen Ausnahmezustand wieder aufnehmen bzw. führen zu können. Dabei stellen das „Recovery-Modell“ (= Wiedergesundung) und „Empowerment“ (= Übertragung von Verantwortung) eine wichtige Leitlinie dar. Dieses Konzept schließt mit ein, dass es auch bei schweren psychischen Erkrankungen möglich ist, zu genesen. Diese Hoffnung zu vermitteln, psychiatrische Erkrankungen zu enttabuisieren und eine Tagesstruktur anzubieten, ist eine Hauptaufgabe der Mitarbeiter von Omnibus.

Betroffene für Betroffene

Die Peerberatung – beraten werden Betroffene von Betroffenen – stellt neben unterschiedlichsten weiteren Angeboten den Schwerpunkt dar. 2018 wurde Omnibus von 519 Personen aufgesucht. „Diese Spende ist keine Selbstverständlichkeit. Wir werden sie in Aus- und Weiterbildungen unserer Mitarbeiter investieren. So können Betroffene einen positiven Nutzen daraus ziehen“, betonte Ulrike Eckhoff von Omnibus. Die 8000 Euro haben die Diplomanden der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Rankweil aus dem Verkauf der Schulzeitung, den Einnahmen an der Bar und durch den Verkauf der Tombola-Lose rund um ihren Diplomabschluss lukriert. „Auch im LKH Rankweil werden regelmäßig Peer-Gespräche und Recovery-Vorträge angeboten. Es ist gut zu wissen, dass die Patienten nach der Entlassung eine zusätzliche Anlaufstelle haben“, argumentiert Yilmaz die Entscheidung der Klasse.