Gute Dinge

Gesund / 03.01.2020 • 10:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

In den letzten Tagen vor dem Jahreswechsel drängte es mich wieder einmal zu echter körperlicher Verausgabung. Diverse emotional tiefgehende Ereignisse davor verlangten nach Ausgleich, und Bewegung ist bekanntermaßen noch immer eines der besten Rezepte, um Beruhigung in eine angeknackste Gemütslage zu bringen. Also zog ich meine Sportschuhe an und lief los. Die Wirkung ließ nicht lange auf sich warten. Mit jedem Meter wurden die Schritte leichter und die Gedanken freier. Die Endorphine leisteten ganze Arbeit, die Glückshormone sprudelten.

Doch plötzlich kam eine schwarze Katze in mein Blickfeld, dann noch eine und noch eine. Nanu, dachte ich und reimte mir schon allerlei mögliches Ungemach zusammen, das mich noch ereilen könnte. Der Aberglaube ist und bleibt ein Hund. Er sitzt bei vielen Menschen tief, bewusst oder unbewusst. Da muss es nicht einmal Freitag, der 13. sein: Schwarze Katzen lösen häufig Unbehagen aus. Dabei können die Samtpfoten gar nichts für ihre Fellfarbe. Sie sind, wie sie sind. Menschen mit schwarzen Haaren jagen uns auch keine Angst ein. Warum sich also vor schwarzen Katzen fürchten? Als der dritte Minitiger in Schwarz auftauchte, drehte ich den Spieß um, denn laut Volksmund sind aller guten Dinge drei. Das ist zwar wissenschaftlich genauso wenig bewiesen, wie dass schwarze Katzen Unglück bringen, aber klingt doch besser, oder? In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein Jahr mit mehr als nur drei guten Dingen. 2020 hat ja auch mehr als 365 Tage.

Marlies Mohr

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