Mit Haut und Haaren

Gesund / 10.01.2020 • 10:01 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Auch in Zeiten der Krankheit möchten sich Krebspatientinnen hübsch und gepflegt fühlen können.Andrea obzerova
Auch in Zeiten der Krankheit möchten sich Krebspatientinnen hübsch und gepflegt fühlen können.Andrea obzerova

Hilfestellung für Betroffene einer Krebserkrankung.

Dornbirn Schön sein und sich wohlfühlen. Für einen Augenblick die Krankheit vergessen dürfen. Während einer Chemotherapie ist die richtige Pflege von Haut und Haaren nicht nur aus körperlicher Sicht wichtig. Ein gepflegtes Äußeres kann auch viel zur Genesung beitragen. Um mit den äußerlichen Folgen einer Krebserkrankung besser umgehen zu können, bietet der Workshop „Haar- und Kopfhautpflege – jetzt erst recht“ am Dienstag, 14. Jänner 2020, Informationen und Hilfestellungen für Betroffene und Interessierte. Es handelt sich um eine Veranstaltung des Dornbirner Brustgesundheitszentrums und des gynäkologisch-onkologischen Zentrums Dornbirn.

Nebenwirkungen

Die Diagnose Krebs und ihre Behandlung bringen große psychische und körperlichen Belastungen sowie Veränderungen mit sich. Die medikamentöse Therapie zielt darauf ab, schnell wachsende Zellen abzutöten und eine Zellteilung zu verhindern. Nur so kann das Wachstum eines Tumors gebremst werden. Auch eine Strahlentherapie und neue, zielgerichtete Therapien können mit unangenehmen Nebenwirkungen auf die Kopfhaut und Haare einhergehen. Diese äußeren, für alle sichtbaren Veränderungen werden von den Betroffenen als belastend erlebt. „Ihnen hier sanfte Hilfestellungen und Informationen anzubieten, ist das Ziel unseres Workshops“, erklärt Silvia Heidenkummer.

Die diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin erlebt als Stationsleitung auf der Abteilung Gynäkologie die Sorgen und Ängste der Betroffenen in ihrem Alltag. „Auch in schwierigen Zeiten will man sich im Spiegel anlächeln können und sich gepflegt fühlen“, weiß Heidenkummer. Hier kann die Aromapflege vor, während und nach einer medikamentösen Chemotherapie wesentlich unterstützen. Gemeinsam mit der Aromakologin und Friseurmeisterin Birgit Noeckl stehen an diesen Nachmittag folgende Themen im Mittelpunkt: Was braucht das Haar, um gesund zu wachsen? Wann ist es Zeit, die Haare zu kürzen oder den Kopf glatt zu rasieren? „Wir möchten beraten, behandeln, unterstützen und begleiten“, erklärt Silvia Heidenkummer.

Gemeinsam Lösungen finden ist das Ziel von zertifizierten Zentren. Sie ermöglichen durch ihr Netzwerk und ein fächerübergreifendes Denken die beste Behandlung. Am Krankenhaus Dornbirn bestätigt die erfolgreiche Re-Zertifizierung des Brustgesundheitszentrums das hohe Engagement und die gute Zusammenarbeit der Teams, auch über die Landesgrenzen hinaus: So ist Dornbirn affiliierter Partner des Brustgesundheitszentrums Tirol und gehört mit Schwaz, Lienz, Brixen und Meranzum größten wissenschaftlichen und medizinischen Netzwerk zur Betreuung von Frauen mit Brustkrebs in Österreich. Ebenso erfolgreich rezertifiziert ist das onkologische Krebszentrum sowie das interdisziplinäre Kontinenz- und Beckenbodenzentrum. Damit ist Dornbirn mit der Urologie in Bregenz gemeinsam das erste zertifizierte Zentrum in Vorarlberg bei einer Erkrankung, von der österreichweit zehn Prozent der Menschen betroffen sind.

Workshop: Jetzt erst recht – Haar- und Kopfhautpflege, Dienstag, 14. Jänner 2020, 14.30 Uhr, Pflegeheimsaal, Erdgeschoss, Krankenhaus Dornbirn