Neues Leben mit neuen Gelenken

Gesund / 12.01.2020 • 12:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Ist ein Gelenk zerschlissen, braucht es häufig einen mechanischen Ersatz. ADOBE STOCK

MedKonkret thematisiert Möglichkeiten der Gelenkersatztherapie.

Feldkirch Gelenkverschleiß kann verschiedene Ursachen haben, bedeutet für Betroffene aber in jedem Fall eine massive Einschränkung der Lebensqualität. Schmerzen und dadurch bedingter Bewegungsmangel wirken sich zudem negativ auf die Gesundheit aus. Gelenkersatzoperationen bei Verschleiß der Gelenkflächen (Arthrose) oder nach einem Unfall gehören heute zu sehr sicheren und erfolgreichen Routineeingriffen. Beim ersten MedKonkret-Vortrag im neuen Jahr berichten Andreas Berger, bereichsleitender Oberarzt für Endoprothetik, sowie der Leiter der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie am LKH Feldkirch, Primar René El Attal, über Anwendungsmöglichkeiten, Ergebnisse und neue Entwicklungen auf dem Gebiet des Gelenksersatzes. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 14. Jänner 2020, ab 19 Uhr im Panoramasaal des LKH Feldkirch statt.

Erfahrung wichtig

Für die meisten Patienten bedeutet ein Gelenkersatz, dass sie sich schon wenige Wochen nach dem Eingriff wieder schmerzfrei bewegen können. „Wichtig ist jedoch, den Patienten gut zu informieren und vorzubereiten“, erklärt René El Attal. Zudem brauche es die Erfahrung eines spezialisierten Operateurs und Behandlungsteams. Sie tragen ebenso zum Erfolg eines endoprothetischen Eingriffs bei. Ein weiterer Aspekt ist jener, dass laut dem Primar inzwischen hervorragende Implantate zur Verfügung stehen. „Sie ermöglichen es uns, eine für jeden Patienten individuelle anatomische Wiederherstellung der betroffenen Gelenke zu erzielen.“

Frage der Haltbarkeit

Eine Frage, die Patienten besonders beschäftigt ist die nach der Haltbarkeit eines künstlichen Gelenkersatzes. Die medizinischen Experten haben eine Antwort darauf. „Die Verankerungsmethoden und Materialeigenschaften der von uns verwendeten Implantate lassen für einen Großteil der Patienten eine lebenslange Haltbarkeit ihrer neuen Gelenke erwarten“, erklärt El Attal.  Außerdem sei in den vergangenen Jahren eine auf wissenschaftlichen Daten basierende Weiterentwicklung des gesamten Behandlungsablaufs in das Fachgebiet eingeflossen, ergänzt Andreas Berger. Traditionelle Konzepte wurden demnach hinterfragt und in vielen Bereichen durch neue Methoden ersetzt, die für Patienten deutliche Vorteile bringen. „Mit muskelschonenden und blutsparenden OP-Techniken sowie schonenden Narkoseverfahren und einer individuell abgestimmten Schmerztherapie können wir das Ziel einer raschen Genesung und schnellen Rückkehr in ein aktives und selbstständiges Leben nach Gelenkersatz erreichen“, führt Berger aus. Das Krankheitsgefühl durch den operativen Eingriff und die körperliche und seelische Belastung würden auf ein mögliches Minimum reduziert. Durch eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Physiotherapie gelingt in den allermeisten Fällen bereits die Erstmobilisation mit selbstständigem Gehen nur wenige Stunden nach dem Eingriff.

Die Abteilung führt jährlich etwa 4400 Operationen durch und betreut über 43.000 ambulante Patienten. Mehr als 5400 Patienten werden stationär behandelt.

MedKonkret

Neue Gelenke – Neues Leben

Referenten: OA Andreas Berger, Primar René El Attal, LKH Feldkirch

Termin: Dienstag, 14. Jänner 2020, Panoramasaal LKH Feldkirch

Beginn: 19 Uhr, Einlass ab 18 Uhr

Eintritt frei, ebenso das Parken in der LKH-Tiefgarage