E-Sportler sind sehr nachtaktiv

Gesund / 14.02.2020 • 09:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
An Wettbewerben für E-Sportler mangelt es auch in Österreich nicht.apa
An Wettbewerben für E-Sportler mangelt es auch in Österreich nicht.apa

Sie haben bei Stress und Wohlbefinden wenig Probleme.

köln In Deutschland gehören die sogenannten E-Sportler einer Untersuchung zufolge oft zu den besonders nachtaktiven Menschen, und das hat entsprechende Konsequenzen. „Da haben wir ein Leck, ein Defizit oder Problem erkannt, gerade unter dem Aspekt Regeneration und Erholung“, bestätigte der Leiter der eSport-Studie, Ingo Froböse, unlängst.

Spät ins Bett, spät wieder auf

Die Untersuchung ergab nämlich unter anderem, dass rund die Hälfte der Befragten am Wochenende erst zwischen ein Uhr nachts und fünf Uhr früh ins Bett gehen. Dafür stehen sie später auf. „Das hat natürlich biorhythmische Auswirkungen, die mit der Regeneration, der Erholungsfähigkeit zu unserem Leben nicht so wirklich passt“, warnte Ingo Froböse.

Für die Studie hatte die Deutsche Sporthochschule Köln in Kooperation mit der AOK Rheinland/Hamburg E-Sportler befragt, also Menschen, die am Computer oder an der Konsole gegeneinander Wettkämpfe ausfechten. Viele davon sind auch international unterwegs und spielen wegen der Zeitverschiebung zu Asien oder den USA online in der Nacht.

Mit Klischees aufräumen

Doch es ist bei dieser Art von Freizeitaktivität nicht alles schlecht. Die Studie kommt zugleich zu dem Schluss, dass E-Sportler bei Stress und Wohlbefinden „erfreulicherweise weniger Probleme als erwartet“ haben, wie Froböse einräumt. Mit vielen Klischees über Gamer müsse aufgeräumt werden. Sie seien im Durchschnitt normalgewichtig und nicht sonderlich bewegungsfaul. Rund 80 Prozent der Befragten erfüllten die Bewegungsempfehlungen WHO.