Den Rauchstopp wagen

Gesund / 30.10.2020 • 12:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Rauchen schadet, das ist bekannt. Deshalb lohnt es sich, wenigstens zu versuchen, vom süchtig machenden Nikotin loszukommen.vn/steurer
Rauchen schadet, das ist bekannt. Deshalb lohnt es sich, wenigstens zu versuchen, vom süchtig machenden Nikotin loszukommen.vn/steurer

Im November startet Onlinekampagne.

Dornbirn Wer einen Monat rauchfrei sein kann, schafft das auch länger: Das Rauchfrei-Telefon und die Österreichische Gesundheitskasse motivieren mit der Kampagne „November Rauchfrei“ in den kommenden Wochen ganz besonders zum Rauchstopp und bieten Unterstützung an.

Wer es nie probiert, hat es nicht versucht: Viele Raucherinnen und Raucher sind mit ihrer Situation unzufrieden, können es sich aber nicht vorstellen, von der Nikotinsucht wegzukommen. Trotz spürbarer gesundheitlicher Einschränkungen halten sie Angst vor Entzugserscheinungen oder fehlende Motivation davon ab, einen Rauchstopp zu versuchen. Diesen Menschen bietet das Rauchfrei-Telefon im November eine besondere Hilfestellung: Im Rahmen der Online-Kampagne „November Rauchfrei“ werden Nikotinabhängige animiert, den Rauchstopp zu wagen. „Man muss den ersten Schritt setzen und es einfach einmal probieren“, sagt Sophie Meingassner, klinische Psychologin und Leiterin des Rauchfrei-Telefons der Österreichischen Gesundheitskasse. All jene, die es schaffen, von der Zigarette loszukommen, belohnen sich selbst mit einer spürbaren Verbesserung ihrer Gesundheit und Lebensqualität.

Tabakentwöhnkurse

Das Rauchfrei-Telefon ruft auf seinen digitalen Kanälen den November zum Rauchfrei-Monat aus und will das Bewusstsein für diese Thematik verbessern. Raucherinnen und Raucher werden auf www.rauchfrei.at und Facebook dazu animiert, sich eine Rauchpause zu gönnen, denn aus einem Monat könnte mehr werden: „Wer einen Monat rauchfrei sein kann, schafft das auch länger“, sagt Meingassner, die den Menschen gleichzeitig Hilfestellung anbietet: „Unter 0800 810 013 erhalten die Raucherinnen und Raucher wichtige Unterstützung.“ Neben der kostenlosen telefonischen Beratung durch speziell geschulte Gesundheitspsychologinnen der ÖGK sowie der Rauchfrei-App für das Smartphone bietet die Österreichische Gesundheitskasse österreichweit ambulante Tabakentwöhnkurse an.

Nichtrauchen senkt Covid19-Risiko

Die Befürchtungen vor einem Misserfolg sollten Rauchstoppwillige nicht davon abhalten, den November zu ihrem Monat der Gesundheit zu machen. Aus diesem Grund werden Hilfesuchende beim Rauchfrei-Telefon in der ersten Zeit des Rauchstopps besonders intensiv begleitet. Die Leiterin der österreichischen Quitline rät, im rauchfreien „Probemonat“ allgemein auf die eigene Gesundheit zu achten. Der Rauchstopp in Verbindung mit genügend Schlaf und Aufenthalt an der frischen Luft stärke das Immunsystem. Das baut für den Winter vor und ist essenziell für den Schutz vor Covid19, denn: „Raucherinnen und Raucher infizieren sich leichter mit dem Coronavirus und sind oft von einem schweren Verlauf der Krankheit betroffen“, sagt Meingassner. Viele Nikotinabhängige leiden an Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Da die Lunge bei den meisten Rauchern entzündet ist, sind sie generell anfälliger für Lungenerkrankungen und andere Infektionen.

Eines sollte auch nicht vergessen werden: Raucherinnen und Raucher bewegen die Hand öfter zum Mund und inhalieren intensiver. Das begünstigt zusätzlich eine Virusübertragung.

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