Beim Outdoor-Sport den Durchblick behalten

Gesund / 09.04.2021 • 11:59 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Beim Radfahren ist es sehr wichtig, gut zu sehen. Adobe
Beim Radfahren ist es sehr wichtig, gut zu sehen. Adobe

Brille oder Linsen? Die richtige Wahl kann einen großen Unterschied machen, sagen Experten.

Schwarzach Experten schätzen, dass rund 40 Prozent der Freizeitsportler mit einer Fehlsichtigkeit beim Outdoor-Sport keine Brillen oder Kontaktlinsen tragen. „Beim Laufen, Tennisspielen und Radfahren ist es aber sehr wichtig, gut zu sehen. Mit der richtigen Korrektur kann man den Sport bestmöglich und mit Freude ausüben“, unterstreicht Simon Bitsche, Vorarlberger Landesinnungsmeister der Augen- und Kontaktlinsenoptiker. Die Sehkorrektur helfe auch, Unfälle zu vermeiden und sie schützt die Augen vor den Langzeitfolgen von zu viel UV-Licht und vor der Belastung durch Wind oder Pollen. „Häufig kennen die Menschen ihre Optionen gar nicht. Viele verzichten auch auf Brillen oder Kontaktlinsen für den Sport, weil sie mit ihren bisherigen Erfahrungen nicht zufrieden waren. Es gibt aber für jeden Freizeitsportler die optimale Sehkorrektur“, versichert Optikermeister Bitsche.

Brille oder Kontaktlinsen?

Welche Option die beste ist, hängt laut Innung sowohl vom Sport als auch vom Träger ab. „Wenn es darum geht, den Augenbereich großflächig gegen Blendung und Wind zu schützen, ist eine Brille empfehlenswert. Allerdings werden zum Beispiel beim Ballsport Brillen als störend empfunden, da sie womöglich von der Nase rutschen oder springen. Kontaktlinsen sind hier eine absolut sinnvolle Alternative“, merkt Bitsche an.

Auf was man achten sollte? Kontaktlinsen mit UV-Schutz zu tragen. Beim Schwimmen empfiehlt der Landesinnungsmeister Ein-Tages-Kontaktlinsen. Für einen vollständigen UV-Schutz der Augen sei aber eine Brille unerlässlich.

Was muss eine Sportbrille können?

Die Brillengläser sollten leicht und bruchsicher sein, beispielsweise aus bruchsicherem Polycarbonat, nicht aus Glas. Der Rahmen sollte gut sitzen und optimal angepasst sein sowie eine weiche Nasenauflage besitzen, damit er nicht drückt, erläutert Simon Bitsche. Brillenbänder können für Stabilität und Sicherheit sorgen. Letztlich sollten die Gläser möglichst viel Fläche haben, um die Augen auch seitlich gegen UV-Einstrahlung zu schützen.

Brauche ich besondere Lösungen?

Wer ernsthafter bestimmte Sportarten ausübt, sollte auch die Brille danach aussuchen, raten die Experten. Beim Radfahren seien beispielsweise kontraststeigernde Gläser und ein großes Sichtfeld wichtig, um bei hoher Geschwindigkeit besonders schnell reagieren zu können. „Wählen Sie eine Glasfarbe, bei der Sie subjektiv das Gefühl haben, Kontraste besser zu erkennen“, ergänzt Bitsche.

Bei Wassersport und Bergsport sind aus Expertensicht der UV-Schutz und der Blendschutz von besonderer Bedeutung. Wer große Distanzen überblicken muss, wie etwa als Golfspieler, brauche eine gute Sicht auf kurze und weite Entfernungen zugleich.