Auch Verkehr sorgt für Hitzestaus

Gesund / 02.07.2021 • 11:52 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Vielen Vorarlbergern setzen die hohen Temperaturen rund um die Uhr zu.

Wien Eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt, dass in Vorarlberg für rund 115.000 Menschen ab 16 Jahren Hitze eine starke oder sogar sehr starke körperliche Belastung darstellt. In der Nacht ist die Hitze für 55.000 Vorarlberger eine Belastung. Der Verkehr verursacht mit den Straßen, Parkplätzen und auch Fahrzeugen vor allem in Städten regelrechte Hitzestaus.

In dicht verbauten Wohngebieten ist die Belastung besonders hoch, wenn es an Grünflächen und schattenspendenden Bäumen mangelt. „Hat der Straßenraum kein kühlendes Grün und keine schattenspendenden Bäume, ist das eine Asphaltwüste. Gesundheitlich beeinträchtigte Personen, viele ältere Menschen, können entlang dieser Straßen nicht mehr gehen“, weist VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen auf eine der Folgen hin. Der VCÖ betont, dass die Verkehrsplanung in den Städten und Gemeinden wesentlich dazu beitragen kann, dass mehr Platz für Grünflächen und Bäume frei wird. „Unsere Mobilität muss platzsparender werden. Der Anteil der mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegten Wege ist deutlich zu erhöhen, der Autoverkehr zu reduzieren, insbesondere in den Städten“, so VCÖ-Expertin Rasmussen.

Zunahme von Hitzetagen

Die Hitzetage haben in allen Landeshauptstädten stark zugenommen. In Bregenz gab es von 1961 bis 1990 durchschnittlich drei Tage pro Jahr mit einer Tageshöchsttemperatur von 30 Grad oder mehr, im Zeitraum 1991 bis 2020 waren es mit durchschnittlich neun Tagen pro Jahr dreimal so viele, weist der VCÖ auf Daten des Climate Change Center Austria hin. „Hitzeperioden werden stark zunehmen. Der öffentliche Straßenraum ist daher rasch an die Klimakrise anzupassen, der Anteil der Grünflächen und die Anzahl der Bäume deutlich zu erhöhen“, stellt Rasmussen fest.