Marlies Mohr

Kommentar

Marlies Mohr

Besinnung

Gesund / 07.01.2022 • 10:44 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der Neujahrsmorgen zog licht herauf. Die Rauchschwaden der Feuerwerke aus der Silvesternacht hatten sich aufgelöst, die Luft war klar wie eine frisch geputzte Fensterscheibe. Und erst die Ruhe zu früher Stunde. Kein hektischer Autolärm von in Skigebiete drängenden Wintersportlern. Keine Menschenmassen, die es an diesem schönen Tag später wohl auch noch geben würde. Doch davon im Moment keine Spur. Der Himmel: fast makellos. Lediglich ein paar Schleierwolken, von der noch hinter dem Horizont versteckten Sonne leicht orange marmoriert, waren auszumachen. Sie erschienen mir wie der berühmte Silberstreif am Horizont. Die Frage war nur, wofür er stehen sollte. Für ein Ende der Pandemie? Für persönliches Glück? Für Gesundheit? Für Frieden? Freiheit? Für ein Klima, das unsere Erde nicht auffrisst? Diese Liste könnte beliebig lange fortgesetzt werden, und alles käme uns wohl sehr gelegen.

Irgendwann wären wir mit der Aufzählung aber vermutlich wieder am Anfang, weil so viele Dinge unerledigt geblieben sind. Im Kleinen wie im Großen. Ersteres können wir selbst beeinflussen, indem wir vom Vorsatz tatsächlich ins Tun kommen und dranbleiben. Bei Letzterem ist es, zugegeben, etwas schwieriger. Da braucht es Solidarität, und zwar auf breiter Ebene, denn, und da wiederhole ich mich, bei manchen Dingen sind die Menschen eben nur gemeinsam stark. Es wäre höchst an der Zeit, sich auch wieder darauf zu besinnen. Neues Jahr, neue Chance, heißt es doch. Versuchen wir, sie zu nutzen, im Kleinen wie im Großen. Irgendeinen Beitrag kann jeder leisten.

Marlies Mohr

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