Hochsaison für Schilddrüsenentzündung

Gesund / 08.04.2022 • 09:14 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Ursache der Symptome sollte laut den Medizinern abgeklärt werden.AP
Die Ursache der Symptome sollte laut den Medizinern abgeklärt werden.AP

Komplikation von Virusinfekten, auch Covid-19 kann die Ursache sein.

Berlin Mit dem Frühling müssen noch längst nicht alle gesundheitlichen Probleme rund um Erkältungen vorbei sein. Deutsche Nuklearmediziner warnen jetzt vor einer Schilddrüsenentzündung, die sich als Komplikation vorangegangener Virusinfekte einstellen kann. Bei plötzlichen und länger anhaltenden Hals- und Kieferschmerzen sollte Verdacht geschöpft werden. „Im Frühling sind wieder vermehrt Erkältungsviren unterwegs. Neben Adenoviren kann offenbar auch das derzeit auf Höchstständen grassierende SARS-CoV-2-Virus Auslöser für die seltene, aber oft extrem schmerzhafte subakute Thyreoiditis de Quervain (SAT) sein“, schreibt der Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner (BDN) in einer Aussendung.

Eine SAT-Erkrankung kann mild verlaufen, zumeist kommt es aber bei der Autoimmunerkrankung zu heftigen Symptomen. „Häufige Beschwerden sind starke Hals- und Nackenschmerzen, die in die Unterkiefer- und Ohrregion ausstrahlen können“, berichtet Norbert Czech vom BDN. „Und es gibt ein typisches Krankheitszeichen: Es tut weh, sobald man leicht von außen gegen die Schilddrüse drückt.“ Auch Fieber, Muskel- und Gliederschmerzen sowie Müdigkeit treten auf. Das könne zu einem schweren Krankheitsgefühl führen, so Czech. Hinzu kommen Funktionsstörungen der Schilddrüse mit Über- und Unterfunktion.

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