Deutschland bei Alkohol ein “Hochkonsumland”

Gesund / 29.04.2022 • 10:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
In Deutschland wird offenbar häufig einer über den Durst getrunken, da bleibt es oft nicht beim berühmten Gläschen in Ehren.vn/steurer
In Deutschland wird offenbar häufig einer über den Durst getrunken, da bleibt es oft nicht beim berühmten Gläschen in Ehren.vn/steurer

hamm In Deutschland werden weniger Zigaretten geraucht, der Konsum von Shisha-Wasserpfeifentabak steigt aber weiter deutlich. Beim Alkohol bleibt Deutschland im internationalen Vergleich ein “Hochkonsumland”, wie aus dem “Jahrbuch Sucht 2022” der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen hervorgeht. An den Folgen des Rauchens und des Alkoholtrinkens sterben Jahr für Jahr mehrere Zehntausend Menschen bundesweit, betonten Experten in dem Bericht.

Der Konsum von Fertigzigaretten lag demnach 2021 bei 71,8 Milliarden Stück und fiel um 2,8 Prozent geringer aus als im Vorjahr. Das sei mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 863 Zigaretten in diesem Teilbereich der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung. Bei selbstgedrehten Glimmstängeln ging der Verbrauch um 5,6 Prozent auf eine Menge zurück, die etwa 37,3 Milliarden Selbstgedrehten entspreche. Pfeifentabak legte dagegen um 40 Prozent auf knapp 8400 Tonnen erheblich zu. “Zu begründen ist dies mit der anhaltenden Beliebtheit des speziellen Wasserpfeifentabaks, der vor allem von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Shishas geraucht wird.”

Nach den aktuellsten Zahlen seien 2018 rund 127.000 Menschen an den Folgen des Rauchens gestorben. Auch Alkohol gilt als Problem. “Alkohol ist ein Zellgift”, stellte Vorstandschef Norbert Scherbaum klar. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO habe es in Deutschland binnen eines Jahres 62.000 alkoholbedingte Todesfälle gegeben. Die Zahl bezieht sich auf das Jahr 2016, eine neuere gibt es nicht.