Pflege als wichtiger Mitspieler

Gesund / 13.05.2022 • 09:47 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Beim aktuellen Med Konkret kommen Pflegepersonen zu Wort.

Feldkirch Medizin und Pflege: Sie brauchen einander. Es läuft weder ohne den einen noch den anderen. Beide Bereiche bedingen sich zum Wohle der Patienten, die in den Spitälern behandelt werden müssen. Besonders in der Vor- und Nachbetreuung kommt dem Pflegepersonal enorme Bedeutung zu, es sind diese Frauen und Männer, die rasch da sind, wenn die Patientenglocke läutet. Über Aufgaben und Verantwortung, die Pflegepersonen tragen, informiert die Gesundheitsplattform Med Konkret am Dienstag, 17. Mai 2022, ab 18 Uhr im Onlineformat. Als Referenten stellen sich Stefan Mitterrutzner, Leiter der Tageschirurgie und Anästhesiepflege im Landeskrankenhaus Hohenems, sowie Lisa-Maria Gregotsch, in der Erwachsenenpsychiatrie des Landeskrankenhauses Rankweil tätig, zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenlos.

Stark frequentiert

In der Patientenbehandlung spielt auch die Pflege eine wichtige Rolle. Deshalb ist ihr im aktuellen Med Konkret-Frühjahrssemester ein Schwerpunkt gewidmet. Diesmal informieren erfahrene Pfleger über ihren vielseitigen Arbeitsalltag. Stefan Mitterrutzner gehört schon seit 20 Jahren der Belegschaft des LKH Hohenems an. Begonnen hat er als Sanitätsgehilfe. Inzwischen hat er es durch kontinuierliche berufsbegleitende Fort- und Weiterbildungen zum Leiter der Tageschirurgie und Anästhesiepflege gebracht. Seit der Zusammenlegung des LKH Hohenems mit dem LKH Bregenz, die 2007 erfolgte, verfügt Hohenems über eine stark frequentierte Tageschirurgie. „Pro Jahr behandeln wir zwischen 2400 und 3000 Patienten“, berichtet Mitterutzner. Daneben werden von seinem Team, das aus 13 Personen beseht, auch noch 400 bis 500 Narkosen für Untersuchungen der Lunge gesetzt. Während der Coronapandemie kam es zwar auch in diesen Tätigkeitsbereichen zu umfassenden Einschränkungen, inzwischen geht aber fast alles wieder seinen gewohnten Gang. Stefan Mitterrutzner gibt in seinem Vortrag umfassenden Einblick in die pflegerischen Aufgaben und Verantwortungsbereiche, die sich in Eigen- und Mitverantwortung sowie einen interdisziplinären Verantwortungsbereich unterteilen, und welche Berufsgruppen es braucht, um diese Dienste leisten zu können. Ebenfalls ein Thema ist die Patientensicherheit sowie ein Rückblick auf die Pandemie. „In dieser Zeit blieb enorm viel Verantwortung an der Pflege hängen“, sagt Mitterrutzner, betont aber gleichzeitig die dadurch entstandene hohe Flexibilität und Einsatzbereitschaft. Außerdem gibt es inzwischen ein Konzept, mit dem von­seiten der Pflege im Bedarfsfall rasch auf eine weitere Infektionswelle reagiert werden kann. Die Tageschirurgie ist Montag bis Freitag von sieben Uhr morgens bis 19 Uhr in Betrieb. Die Mitarbeitenden der Anästhesiepflege leisten an den Wochenenden Bereitschaftsdienst für die Unfallchirurgie.

Zurück in den Alltag

Der Arbeitsplatz von Lisa-Maria Gregotsch befindet sich seit 2017 auf der Erwachsenenpsychiatrie im LKH Rankweil. Nach einem Praktikum auf der Wachkomastation entschied die junge Frau, ihr erworbenes Wissen in der Psychiatrie einzusetzen. Nicht nur ein Symptom, sondern den Menschen in seiner Gesamtheit zu sehen, ist es, was für Gregotsch die Arbeit ausmacht: „Es gefällt mir, Menschen dabei zu unterstützen, wieder mit guter Lebensqualität in den Alltag zurückzufinden.“ Das ist die eine Hälfte ihrer Tätigkeit. Die andere widmet Lisa-Maria Gregotsch der Pflegeentwicklung. Die Akutpsychiatrie im LKH Rankweil umfasst 15 Betten, acht für Männer und sechs für Frauen. Dazu kommt noch ein Bett für forensische Patienten. Anhand von Beispielen wird sie ausführen, was es bedeutet, in der psychiatrischen Pflege zu arbeiten und welche Anforderungen gestellt werden. VN-MM

Med Konkret

Pflege im Krankenhaus: Aufgaben & Verantwortung

Referenten DGKP Stefan Miterrutzner, LKH Hohenems, und DGKP Lisa-Maria Gregotsch, LKH Rankweil

Termin Dienstag, 17. Mai 2022, 18 Uhr online

Die Teilnahme ist kostenlos