„Was darf es denn zum Trinken sein?“

Neben Bier, Radler und dem „Gspritzten“ zählen auch Kaffee und Softdrinks zu den Klassikern.
GETRÄNKE Das kühle Bier darf im Gastgarten natürlich nicht fehlen. Es ist sicher das klassischste Getränk, das mit der Geschichte des Biergartens eng verbunden ist. Denn die Vorläufer der heutigen Outdoor-Gastronomie gehen auf die Bayern im 19. Jahrhundert zurück. Der Grund war, dass zu dieser Zeit rund um München hauptsächlich untergäriges Bier getrunken wurde. Dieses konnte nur in den kalten Monaten hergestellt werden, da die Gärung bei Temperaturen zwischen vier und acht Grad erfolgen musste. Um über den Sommer das Hopfengetränk zu lagern, legten Münchner Brauer in den Flussterrassen der Isar tiefe Bierkeller an, in denen man das Bier ganzjährig mit Eis kühl halten konnte. Um die Durchschnittstemperatur des Lagers weiter zu senken, streute man auf dem Boden des Hangs Kies und pflanzte Kastanien, die im Sommer Schatten werfen. Der klassische Biergarten war damit geboren. Ab 1812 durfte Ausschank betrieben werden – Speisen war jedoch nicht erlaubt.
Der beliebte Radler
Die Bayern waren es auch, die den beliebten Radler erfunden haben. Verantwortlich dafür war ein Mann namens Franz Xaver Kugler, der eine Alm bewirtschaftete. Als ihm im Sommer des Jahres 1922 das Bier ausging, begann er es mit Zitronenlimonade zu strecken. Ein neues Getränk war geboren. Und da viele Almbesucher mit dem Rad anreisten, lag der Name Radler nah. Damals wurde hauptsächlich dunkles Bier mit Zitronenlimonade gemischt. Heute gibt es den Radler in den verschiedensten Varianten. Sie erfreuen sich wegen ihrer erfrischend, spritzigen Wirkung großer Beliebtheit. Neben der klassischen Zitrone wird auch gerne Grapefruit verwendet – oder die „saure Version“ mit Mineralwasser. Meistens wird er mit naturtrübem Bier gemischt. Der Alkoholgehalt liegt bei durschnittlich 2,2 Prozent.Radler wird er nur in Bayern und Österreich genannt. In Norddeutschland ist er beispielsweise unter dem Namen Alsterwasser ein Begriff. Und in Großbritannien heißt er Shandy und in Frankreich Panaché.
Kultgetränk Kaffee
Fragt man Gastronomen, welche Getränke immer wieder gern bestellt werden, ist auch der Kaffee immer ganz vorne mit dabei. Denn Kaffeegenuss bedeutet nicht nur Kult, sondern vor allem auch Vielfalt in den Kreationen. Dabei gibt es aber mehr als nur einen Kaffeeklassiker. Dass viele Leute ihren Kaffee schwarz bestellen, hat dabei nicht nur etwas mit persönlichen Vorlieben zu tun. Mediziner betonen, dass schwarzer Kaffee ohne Milch deutlich gesünder ist. Reiner Kaffee dient demnach nicht nur als Wachmacher, sondern unterstützt auch die Zell- und Stoffwechselreinigung. Für den besonderen Koffeinkick ist Espresso die beste Wahl und für den Genießer der Cappuccino. Unter den Kaffeetrinkern ist der Cappuccino die bevorzugte Variante ihres schwarzen Lieblingsgetränks. Dass Cappuccino in den letzten Jahren deutlich an Beliebtheit gewonnen hat, liegt dabei nicht zuletzt an den imposanten Kunstwerken, die so mancher Barista in den Schaum zaubert.
Bitte mit Kohlensäure
Bei den Säften wählen die meisten Gäste die Schorlenvariante mit
kohlensäurehaltigem Mineralwasser. Kinder stehen mit Vorliebe auf die gelbe Fanta. Gleich nach Fanta ist Cola der zweite wichtige Softdrink auf der Bestellliste. Hier schlürfen Erwachsene gerne mal ein Glas zum Essen, wobei es nicht zwingend die gute alte Coca-Cola sein muss. Es gibt das Kultgetränk inzwischen auch von vielen anderen Herstellermarken und diese kommen in der Gastronomie nicht weniger oft zum Einsatz. Dass Cola in jedem guten Gastronomiebetrieb vorrätig ist, liegt auch daran, dass man sie nebenher zur Zubereitung vieler beliebter Drinks und Cocktails benötigt. Sie zählen neben dem „gspritzten Achterl“ ebenso zu den Klassikern bei den Sommerdrinks.