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HE_Blude / 08.02.2022 • 17:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Kreszentia Margreitter feierte ihren 103. Geburtstag.Privat
Kreszentia Margreitter feierte ihren 103. Geburtstag.Privat

Mit 103 Jahren ist Kreszentia Margreitter die älteste Klostertalerin.

Wald a. a. Rüstig feierte Kreszentia Margreitter ihren unglaublichen 103. Geburtstag. Gerne plaudert sie bei Besuchen aus dem Nähkästchen und erzählt ihren Gästen von der Zeit des Zweiten Weltkriegs, von den französischen Soldaten und von ihrer Kindheit. Kreszentia Margreitter gebar fünf Kinder, ein Mädchen und vier Jungen.

Ein Morgen ohne Hektik

Der unerwartete Tod ihres Mannes und ihres Sohnes Peter traf sie schwer. Für die älteste Klostertalerin zählen die Elektrizität, die Eisenbahn und allgemein das Verkehrswesen zu den größten Errungenschaften. Früher hat sie gerne gestrickt und gehäkelt, doch die geringe Sehkraft lässt dies leider nicht mehr zu und der Tagesablauf hat sich auf die allgemeinen Hausarbeiten beschränkt. In der Zeitung kann sie nur noch die Überschriften lesen, doch so ist sie auch informiert. Unterstützung findet sie in ihren Kindern und Schwiegerkindern.

„Den Morgen mag ich. Ich genieße die Ruhe, denn Hektik mag ich nicht“, sagt Kreszentia Margreitter. Gerne blickt sie auch auf die Zeit im Bahnwärterhäuschen zurück. Damals als Mädchen mit vier Jahren zog die Familie dorthin und verbrachte dort einige Jahre. Schon jung zog sie dann zu ihrer Tante in das jetzige Wohnhaus und griff ihr unter die Arme.

Hausverstand einschalten

Vor drei Jahren beim Besuch zu ihrem 100. Geburtstag meinte sie auf die Frage, was sie den jungen Menschen von heute rät: „Die jungen Menschen sollen den Kopf behalten, nicht alles glauben und den Hausverstand einschalten. Ich halte nichts von Demonstrationen. Man muss miteinander durchs Leben gehen.“ DOB