Undichtes Dach kann katastrophal enden

HE_Brege / 21.04.2021 • 13:42 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
So weit sollte man es bei einem undichten Dach auf keinen Fall kommen lassen. Shutterstock
So weit sollte man es bei einem undichten Dach auf keinen Fall kommen lassen. Shutterstock

WASSERSCHADEN Der harte Winter mit dem vielen Schnee bedeutet auch für die Gebäude eine große Belastung. Vor allem bei Dächern können sich undichte Stellen katastrophal auswirken. Selbst über winzige Lecks gelangt im Verlauf der Zeit bei jedem Regen beständig Wasser in das Gebäude, welches sich zuerst in den Zwischendecken und Wänden ansammelt. Dort verursacht die Feuchtigkeit folgenschwere Schäden, die mit hohen Reparaturkosten einhergehen. Deswegen sind Wasserschäden, die sich über einen längeren Zeitraum entwickeln, äußerst problematisch und lassen sich oft nicht sofort erkennen.

Wasserschäden erkennen

Im Gegensatz dazu stellen sich häufig nach heftigen Stürmen deutlich sichtbare Wasserschäden ein, die sowohl von außen als auch von innen erkennbar sind. Generell ist beim undichten Dach ein sofortiger Handlungsbedarf gegeben, um den Wasserschaden zeitnah zu beseitigen. Zur Vorsorge lassen sich Dächer durch regelmäßige Kontrollen rechtzeitig vor Undichte schützen. Besonders im Frühjahr lohnt sich eine Inspektion, da Schnee, Frost, Regen etc. im Winter für enorme Belastungen sorgen. Undichte Stellen im Dach lassen sich an Wasserflecken an der Decke und den Wänden erkennen. Oft löst sich dazu noch die Tapete ab und es kommt zu einer intensiven Schimmelbildung. Oft gelangt Wasser über Öffnungen im Dach in die darunter liegenden Räume.

Da Wasserschäden häufig zu kostspieligen Reparaturen führen, ist es zu empfehlen, eine ältere Dachbeschichtung als Vorsorgemaßnahme zu erneuern. Wenn die Dachfläche noch gerade wirkt und sich keine Wellen gebildet haben, lässt sich das Dach neu beschichten. Jedoch darf die Unterkonstruktion nicht beschädigt, genauso wie die Substanz der Ziegel weiterhin in Ordnung sein. Sobald sich die Ziegel durch mechanische Belastung zersetzen, macht eine Dachbeschichtung keinen Sinn mehr.
Falls Feuchtigkeit in die Unterkonstruktion eingesickert ist, beginnt schon der schädliche Zersetzungsprozess.

Neue Konstruktion

In diesem Fall ist eine gesamte Umdeckung erforderlich, bei der die Konstruktionen auf dem Dach neu aufgebaut werden. Dazu gehört die erneute Montage der Fenster, Dachrinnen und Kaminanschlüsse. Deshalb dauert eine Dachumdeckung meistens länger als eine Beschichtung, sie kann zwischen 3 bis zu 14 Tagen in Anspruch nehmen. Dabei werden die alten Ziegel sowie die Unterkonstruktion zerstört und im Anschluss entsorgt, was mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Danach ist das Dach garantiert für viele Jahre komplett dicht, sodass keine Wasserschäden zu befürchten sind.

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