Angelika Kauffmann: „Eine von uns“

HE_Brege / 04.05.2022 • 15:22 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Großes Interesse an der neuen Sommerausstellung in Schwarzenberg. mam
Großes Interesse an der neuen Sommerausstellung in Schwarzenberg. mam

Sommerausstellung im Schwarzenberger Museum eröffnet.

Schwarzenberg Auch dieses Jahr konnte traditionsgemäß die Eröffnung der neuen Angelika Kauffmann Sommerausstellung am 1. Mai in Schwarzenberg besucht werden. Zahlreiche Kunstinteressierte folgten der Einladung der Gemeinde Schwarzenberg und des Vereins „Freunde Angelika Kauffmann Museum“ und besuchten die neu eröffnete Ausstellung mit dem Titel: „Eine von uns. Angelika Kauffmann verehrt und vereinnahmt“.

Zu Lebzeiten eine Ikone

Angelika Kauffmann (Chur 1741–1807 Rom) war bereits zu Lebzeiten eine Ikone. Als starke Frau und Malerin in ganz Europa verehrt und bewundert, gilt sie als Vorreiterin des modernen Feminismus und Weltbürgertums. Schon als Kind war sie viel unterwegs und wechselte häufig den Wohnsitz. In London und Rom machte sie Karriere. Schweizer, Deutsche und Briten sehen sie bis zum heutigen Tag als eine der ihren. Sie selbst hingegen betrachtete immer den Bregenzerwald als ihre Heimat.

Wahrnehmung der Künstlerin

Anhand von Originalwerken und Archivmaterial stellt die Ausstellung Fragen zu Herkunft, Identität und Selbstinszenierung und zeichnet die öffentliche Wahrnehmung der Künstlerin vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart nach. Im Zuge der Ausstellung sollen folgende Fragen erörtert werden: Welche Rollen hat Angelika Kauffmann eingenommen und welche wurden ihr nachträglich zugeschrieben? Unter welchen Überschriften und Schlagworten wurde und wird über ihre Person, ihr glamouröses Leben und ihr künstlerisches Werk gesprochen? Wie konnte die Lieblingskünstlerin der gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Elite Europas nach ihrem Tod gleichzeitig zu einer Ikone des Bregenzerwalds, der europäischen Aufklärung, der Deutschnationalen und des modernen Feminismus werden?

Gezeigt wird neben Originalgemälden, Zeichnungen und Grafiken aus allen Schaffensperioden erstmals auch die umfangreiche Bücher- und Zeitschriftensammlung eines Vorarlberger Ehepaars, die dem Mythos Angelika Kauffmann vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart nachspürt.

Ausstellung bis 30. Oktober

Bei der Eröffnung der Ausstellung begrüßte der Obmann des Vereines Gert Ammann zusammen mit dem Vizebürgermeister Herbert Greber die Besucher. Nach einer Einführung in die Ausstellung durch Kurator Thomas Hirtenfelder, eröffnete Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink die diesjährige Schau in Schwarzenberg. mam

Die Ausstellung läuft bis 30. Oktober.
Die Ausstellung läuft bis 30. Oktober.
Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink eröffnete die neue Schau.
Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink eröffnete die neue Schau.

Die Ausstellung ist bis 30. Oktober 2022 zu sehen und Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Mehr auf: www.angelika-kauffmann.com.