Rückblick und Pläne der Raubritter

HE_Brege / 04.05.2022 • 15:22 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Hörbranzer Raubritter zogen Bilanz und gehen nun in die Sommerpause.chf
Die Hörbranzer Raubritter zogen Bilanz und gehen nun in die Sommerpause.chf

Der Hörbranzer Faschingsverein blickt auf zwei schwierige Jahre zurück und hofft auf Rückkehr zu normaler Fasnat.

hörbranz „Treue, Ehre, Tapferkeit, Wehrhaftigkeit, Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit und Fröhlichkeit zu Ehren und zum Wohle des Kinderfaschings zu Heribrand“ sind die Tugenden der Hörbranzer Raubritter. Mit dem Treueeid, den jeder Raubritter beim Ritterschlag schwört, eröffnete Komtur Thomas Lissy die Jahreshauptversammlung im Restaurant Tsing Dao in Hörbranz. Er sprach zugleich damit seinen Dank und seine Anerkennung für die Leistungen und den Einsatz der gesamten Raubritterschaft aus.

Wieder turbulentes Jahr

Neben allen aktiven Raubrittern konnte Thomas Lissy auch Ehrenpräsident Ritter Manfred Sigg, Gardeleiterinnen Eva Szabados und Sarah Hehle (Anna-Lena Gartner-Hößl war verhindert), Ratsherr Thomas von Hagen, Junker Werner „Conte di Borgomaro“ Ritschel, Vizebürgermeister Stefan Fischnaller als Vertreter der Gemeinde sowie Nadine Luger (Chefin des Protokolls) und Stefan Ellensohn (Fasnatrat Bezirk Bregenz) vom VVF (Verband Vorarlberger Fasnatzünfte und -gilden) zur Jahreshauptversammlung begrüßen. Nach Feststellung der Beschlussfähigkeit blickte Komtur Thomas ein weiteres Mal auf ein turbulentes und begrenztes Faschingsjahr in Hörbranz zurück. Wie alle Faschingsvereine und Zünfte standen auch die Hörbranzer Raubritter mit ihren Veranstaltungen unter den Einschränkungen der Pandemie.

Viele Einschränkungen

So musste die Inthronisation im Leiblachtalsaal am 11.11 kurzfristig abgesagt werden, nur im kleinsten Kreis konnte das Prinzenpaar Prinzessin Simone und Prinz Hubert vorgestellt werden. Viele Veranstaltungen, u. a. der große Raubritterball, fielen trotz umfangreicher Vorplanung aus. Dennoch versuchten die Raubritter das Faschingsbrauchtum in Hörbranz am Leben zu erhalten. Bürgermeister Andreas Kresser wurde in einer Blitzaktion seines Amtes enthoben und der Faschingsgottesdienst in der Pfarrkirche wurde mitgefeiert. Das Seniorenheim, die Kindergärten und die Volksschule wurden unter Einhaltung der strengen Auflagen und mit Abstand besucht. Umzug, Kinderball und Faschingsausklang im gewohnten Maße konnten nicht stattfinden und wurden in die kommende fünfte Jahreszeit verschoben. Komtur Thomas Lissy dankte Prinzessin Simone und Prinz Hubert für ihren Einsatz. Mit dem Prinzenpaar wurde vereinbart, im Fasching 2022/2023 ein weiteres Jahr das Faschingszepter durch das Leiblachtal zu führen. Schatzmeister Ritter Günter Hiebeler berichtete auch im zweiten Corona-Jahr von einem kleinen Minus in der Raubritterkassa, betonte aber, dass aufgrund der vielen treuen Unterstützer des Hörbranzer Faschings die roten Zahlen weitaus geringer ausgefallen sind, als bei den zahlreichen Absagen der Veranstaltungen zu erwarten war.

Vizebürgermeister Stefan Fischnaller sicherte für die Zukunft die gewohnte Unterstützung der Gemeinde zu. Nadine Luger und Stefan Ellensohn vom VVF dankten den Hörbranzer Raubrittern für ihren Einsatz und berichteten vom Verband und von anderen Zünften und Gilden, dass alle auf einen unbeschwerten und „normalen“ Fasching 2022/23 hoffen.

Nach der Entlastung des Schatzmeisters und Vorstandes der Raubritter konnte zum gemütlichen Teil des Abends übergegangen werden. Hier wurden Planungen und Ideen für den kommenden Fasching besprochen. chf