Prämie für Schlagzeug, Motorrad und Tennis

HE_Brege / 23.11.2022 • 11:34 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
David Klaus absolviert bei ALPLA eine abwechslungsreiche Ausbildung im Lehrberuf „Informationstechnologie – Betriebstechnik“. Adolf Bereuter
David Klaus absolviert bei ALPLA eine abwechslungsreiche Ausbildung im Lehrberuf „Informationstechnologie – Betriebstechnik“. Adolf Bereuter

Für den Verpackungs- und Recyclingspezialisten ALPLA wird Digitalisierung als Treiber der Entwicklung wichtiger.

IT Jährlich gehen bei ALPLA 40 Millionen Mails ein, 480 Terabyte werden täglich gesichert und Tausende Produktionsmaschinen liefern laufend Informationen. Um das zu bewältigen, braucht es engagierte und gut qualifizierte Mitarbeiter in der IT. Den Nachwuchs bildet ALPLA selbst aus. Derzeit sind es drei zukünftige Fachkräfte, die den Beruf „Informationstechnologie – Betriebstechnik“ erlernen. Es sollen aber deutlich mehr werden. Die Ausbildung dauert vier Jahre und ist äußerst abwechslungsreich.

Empfehlung des Bruders

Einer der Lehrlinge ist David Klaus. Der 18-Jährige ist der Empfehlung seines Bruders gefolgt und hat seine Ausbildung bei ALPLA im Herbst 2020 begonnen. Seine IT-Vorliebe gab den Ausschlag bei der Berufswahl, und der Erfolg gibt ihm recht: Im Mai gewann Klaus die „IT Future Skills“, einen ganztägigen, landesweiten Lehrlingswettbewerb. Wie er sich den Erfolg erklärt: „Ich habe mich wohl besser vorbereitet als die Konkurrenz“, schmunzelt er. Als Anerkennung winkte ein Zuschlag bei der Prämie. Den kann David für seine Hobbys – Schlagzeug, Motorrad und Tennis – gut gebrauchen. Mittlerweile ist der Harder schon im dritten Lehrjahr und derzeit in der konzernweiten IT aktiv. Nach dem Abschluss möchte er definitiv im Unternehmen bleiben.

Beim Kennenlernen und Aneignen der handwerklichen Grundlagen – also zu Beginn der Lehre – sind die IT-Lehrlinge noch mit den anderen Nachwuchsfachkräften im Future Corner zusammen. Danach geht es in die „Homebase“ für die nächsten Jahre: den IT Support. Einmal pro Woche steht Berufsschule in Feldkirch auf dem Programm, ansonsten werden Rechner installiert und Arbeitsplätze eingerichtet. Im zweiten Lehrjahr werden selbstständig Service-Tickets abgearbeitet. Im Zuge der Rotation durchlaufen die Auszubildenden wichtige Stationen im Unternehmen und lernen den Betrieb von innen kennen. Im dritten und vierten Lehrjahr sind sie dann Teil internationaler Teams und können sich und das Erlernte unter Beweis stellen. ALPLA ist sowohl Global Player als auch Familienunternehmen. An 177 Standorten weltweit arbeiten 22.000 Mitarbeiter daran, sichere, bezahlbare und nachhaltige Verpackungslösungen zu entwickeln, zu produzieren und wiederzuverwerten. „Wir nutzen sowohl Standard- als auch maßgeschneiderte Lösungen, um die Geschäftsprozesse bestmöglich zu unterstützen“, sagt IT-Chef Daniel Schrom.

Dabei kommen vor allem modernste Lösungen von Microsoft zum Einsatz, wie etwa beim Digital Workplace mit MS Teams, Office 365, OneDrive, Sharepoint & Co. Andernorts wird an der Zukunft des Berichtswesens mit MS Azure gearbeitet. Warenwirtschaftssystem und Customer-Relationship-Management werden über D365 integriert. „Viele herausfordernde Projekte, die weltweit unser Engagement erfordern“, sagt Schrom.

„Die Lehre schafft die ideale Verbindung zwischen theoretischem Rüstzeug und den praktischen Kenntnissen des Kerngeschäfts“, beschreibt er das Potenzial der Ausbildung eigener IT-Fachkräfte. Es braucht also weit mehr Lehrlinge als David und seine beiden Kollegen. Dazu ist ALPLA gerade auf der Suche nach einem neuen Lehrlingsausbilder oder einer -ausbilderin.

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