Achte Auszeichnung und Umwelt-Maßstäbe

HE_Brege / 06.12.2022 • 15:47 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Die Lagerkapazität wird durch einen Zubau erweitert und gleichzeitig wird ein Shop und ein Degustationsraum errichtet.
Die Lagerkapazität wird durch einen Zubau erweitert und gleichzeitig wird ein Shop und ein Degustationsraum errichtet.

Berggold-Produzent in Möggers feiert Erfolge und investiert seit Jahren in den Umweltschutz.

Möggers Zwei Jahre hat Corona die große KäseKaiser-Gala verhindert, die Verleihung der begehrten Auszeichnungen ins Internet verlagert und dafür gesorgt, dass die Trophäen unspektakulär per Post zugestellt wurden – die 27. Auflage der Prämierung durch die AMA fand wieder in gewohntem Rahmen in Linz statt. Für den Vorarlberger Betrieb Bantel Berggold mit einem „gewohnten“ Ergebnis: „Wir waren mit zwei Produkten nominiert und erreichten mit dem Berggold-Rahmbrie den Sieg in der Kategorie Weichkäse. Es ist der achte KäseKaiser für unser Unternehmen“, berichtet Seniorchef Georg Bantel stolz.

Bald ein neuer Rahmen

Vorarlberg hat sich beim 27. KäseKaiser einmal mehr hervorragend geschlagen, denn in den zehn Kategorien gab es zehn Nominierungen, vier davon (dreimal Vorarlberg Milch, einmal Bantel) schafften den Sprung ganz an die Spitze. Die Jury trifft eine Vorauswahl, nominiert in jeder Kategorie drei Finalisten, aus denen dann der Sieger ermittelt wird.

Der Trophäenschrank des 1886 gegründeten Traditionsunternehmens in Möggers wird mit einem weiteren wichtigen Preis erweitert – und die vielen Auszeichnungen werden bald in neuem Rahmen zu sehen sein, denn eine umfangreiche Erweiterung des Betriebes steht vor dem Abschluss.

Es ist nach 1998, 1999, 2004, 2011, 2015, 2016 und 2021 der achte KäseKaiser, der nach Möggers ging. „Vielleicht wären es noch mehr geworden, wenn wir uns jedes Jahr beworben hätten“, merkt Bantel an. Man habe immer wieder Jahre ausgelassen, weil es nicht vorrangig um die Trophäen ging, sondern um eine Standortbestimmung und Qualitätsbestätigung, die nicht zwingend jedes Jahr angestrebt wurde.

Pionier in Sachen Energie

Qualität und Konkurrenzfähigkeit der Produkte aus dem Hause Bantel fußen zu einem Gutteil auf der Weitsicht des Unternehmens, das sich schon sehr früh in Sachen Energie engagiert hat. Auch die jetzt umgesetzten Baumaßnahmen zielen zum Teil auf Energieeinsparung ab, wie Georg Bantel gegenüber der VN-Heimat auflistet:

„Unser Stammgebäude bekommt neue Fenster (Dreischeibenverglasung), wird isoliert und bekommt auch eine komplett neue Fassade. Da unsere Lagerkapazität zu knapp wurde, errichteten wir ein zusätzliches Lager und daran angebaut wird ein Shop und Degustationsraum errichtet. Dieses Gebäude steht vor der Fertigstellung. Im Zuge der Arbeiten erweitern wir unsere Photovoltaikanlage und können dann damit einen noch größeren Anteil unseres Strombedarfes selbst erzeugen.“ Selbst bei einem totalen Stromausfall kann der Betrieb dank einer Notstromanlage uneingeschränkt weitergehen.

Konsequent weitergeführt

Die jetzt laufenden Baumaßnahmen zur Energieeinsparung und damit zum Umweltschutz sind eine konsequente Weiterführung der Firmenphilosophie. Wichtige Weichen in die Zukunft wurden bereits vor einigen Jahren gestellt: Dass man sich 2013/14 zu einer bedeutenden Betriebserweiterung entschloss, hängt maßgeblich damit zusammen, dass mit Georg jun. die Betriebsnachfolge gesichert ist. Die „nächste Generation“ arbeitet seit 2008 im Betrieb mit und hat 2012 die Meisterprüfung in Milchtechnologie abgelegt.

Wie die Marke „Berggold 1886“ ausdrückt, wurde das Unternehmen 1886 von Josef Bantel gegründet. Schon in den Anfangsjahren war Bantel mit Butter, Rotschmierekäse (Romadur, Bachensteiner) und Emmentaler erfolgreich. Vor genau hundert Jahren – 1922 – übernahmen die Kinder des Firmengründers (Josef, Georg und Maria) die Geschäfte der Firma, die ab diesem Zeitpunkt als „Geschwister Bantel“ firmierte und auch heute noch immer ein Familienbetrieb ist. 1932 begann die Produktion von Camembert, der unter dem Markennamen „Berggold“ auch mit dem französischen „Originalcamembert“ aus dem „Departement Orne“ mithalten kann. STP

Das Stammhaus wird komplett runderneuert, erhält u. a. neue Fenster mit Dreifachverglasung, eine Isolierung samt neuer Fassade und auch die PV-Anlage wird erweitert.

Das Stammhaus wird komplett runderneuert, erhält u. a. neue Fenster mit Dreifachverglasung, eine Isolierung samt neuer Fassade und auch die PV-Anlage wird erweitert.

Stolz konnten Georg Bantel und sein Sohn Georg von AMA-GF Michael Blass (l.) und Rupert Quehenberger den KäseKaiser entgegennehmen.

Stolz konnten Georg Bantel und sein Sohn Georg von AMA-GF Michael Blass (l.) und Rupert Quehenberger den KäseKaiser entgegennehmen.

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