Wollhandel wie anno dazumal

HE_Dornb / 30.11.2022 • 14:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Schäfer breiteten in Lustenau ihre Wolle aus.
Die Schäfer breiteten in Lustenau ihre Wolle aus.

Lustenau Schäferinnen und Schäfer breiten ihre frisch geschorene Schafwolle aus, fachkundige Augen inspizieren und beurteilen sie, gemeinsam wird schließlich der Preis verhandelt: Szenen wie auf einem Markt vor hundert Jahren spielten sich kürzlich in Lustenau ab.

36 Schafbauern aus Österreich und der angrenzenden Schweiz brachten ihre sogenannte Schweißwolle (Rohwolle, in der sich noch Schmutz oder Pflanzenteilchen und Wollfett befinden) zur Sammelstelle. Dort warteten Peter Krommer von der Firma Baur Vliesstoffe und weitere Kollegen darauf, den Landwirten ihren Rohstoff abzukaufen. „Insgesamt konnten wir 9469 Kilogramm Wolle kaufen“, berichtet Krommer.

Basis für hochwertige Vliese

Europäische Wolle ist die Basis für die hochfunktionalen Vliese, die Baur Vliesstoffe im bayerischen Dinkelsbühl produziert. Mit der lavalan-Wollwattierung stellt das Familienunternehmen eine hochwertige Alternative zu Synthetik oder Daune her. „Weil lavalan Qualität und Fairness wichtig sind, bezahlen wir bis zu einem Dreifachen des Durchschnittspreises, den ein Schafbauer für ein Kilogramm Wolle in Deutschland erwarten darf.“ Dafür stelle lavalan hohe Ansprüche an Homogenität, Feinheit und Sauberkeit der Wolle, betont Krommer.

„Qualität sehr gut“

Erfreut über den Tag sowie das Ergebnis der Wollsammlung sagt er: „Die Wollqualität war sehr gut – wir konnten mit knapp drei Tonnen weißer Wolle der Qualitätsstufe A und zweieinhalb Tonnen weißer B-Qualität nach Hause fahren, sobald diese zu Ballen gepresst war.“

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