Beruf und Ehrenamt in Einklang gebracht

HE_Dornb / 06.12.2022 • 15:51 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Sven Wiedenbauer (vorne) umrahmt von seinen Partnern, die seine ehrenamtliche Tätigkeit ermöglichen und jenen, die davon profitieren.
Sven Wiedenbauer (vorne) umrahmt von seinen Partnern, die seine ehrenamtliche Tätigkeit ermöglichen und jenen, die davon profitieren.

Sein Arbeitgeber unterstützt Sanitäter Sven Wiedenbauer.

Lustenau Über 50 Prozent der Vorarlberger Bevölkerung setzt sich in irgendeiner Weise ehrenamtlich für ihren Nächsten ein. Dieses freiwillige Engagement, heißt es vom Roten Kreuz, brauche aber auch Partner, wie Unternehmen, die ihre Arbeitnehmer dabei unterstützen. Beispielgebend seien hier Sven Wiedenbauer sowie Sabine und Helmut Schneider. Wiedenbauer engagiert sich ehrenamtlich beim Roten Kreuz und die Schneiders, seine Dienstgeber, befürworten und fördern seinen freiwilligen Einsatz.

Frühes Interesse am Ehrenamt

Die Lust aufs Ehrenamt verspürte der Lustenauer Sven Wiedenbauer schon früh. Mit 18 trat er den Zivildienst beim Roten Kreuz Vorarlberg an, die Ausbildung zum Rettungssanitäter hatte er schon zuvor absolviert. Klar war für den heute 21-Jährigen auch die Fortführung seines Rotkreuz-Engagements nach seiner Zeit als Zivi, jetzt eben ehrenamtlich neben seinem Job als Kunststofftechniker in einem Höchster Unternehmen. So unterstützt er seit September 2021 seine Lustenauer Rotkreuz-Kollegen zwei bis drei Mal im Monat während den Nachtstunden oder an den Wochenenden. Er rückt aber auch bei Notfällen in seiner näheren Umgebung spontan als First Responder oder Nachbarschaftssanitäter aus.

Verantwortung übernehmen

Für Sabine und Helmut Schneider von der Kunststofftechnik Grabher GmbH ist es nicht weniger selbstverständlich, soziale Verantwortung zu übernehmen, sie unterstützen Sven Wiedenbauer dabei. War der Kunststofftechniker nachts im freiwilligen Rotkreuz-Einsatz und müsste tags darauf eigentlich arbeiten, dann kann er diesen Tag als „bezahlte Freizeit“ verbuchen und ausschlafen. „Hinter unserem Entgegenkommen steckt vor allem auch das Zutun seiner Arbeitskollegen“, freut sich Sabine Schneider, Geschäftsführerin des Höchster Kunststoffverarbeitungsunternehmens, über das Teamwork.

„Wir schätzen die soziale Einstellung unserer Mitarbeiter sehr, sehen auch die Win-win-Situation. So können wir etwa Sven bei seiner ehrenamtlichen Tätigkeit unterstützen, er wiederum deckt in unserem Unternehmen die Funktion des per Gesetz festgeschriebenen Ersthelfers ab. Vor allem aber kann er als ausgebildeter Rettungssanitäter im medizinischen Ernstfall kompetent helfen.“ Einmal jährlich werden zudem alle 48 Mitarbeiter des Unternehmens zu einem Erste-Hilfe-Kurs eingeladen, für diese kostenlos und als Arbeitszeit ausgewiesen.

„Für uns unersetzlich“

Dankbar für dieses Engagement zeigt sich auch Rotkreuz-Geschäftsführer Gerhard Kräutler: „Ein solches Miteinander ist wirklich nicht selbstverständlich, für uns als Hilfsorganisation aber unersetzlich und wertvoll. Wenn Ehrenamtliche seitens ihrer Arbeitgeber in ihrem Tun unterstützt werden, macht das das freiwillige Engagement leichter.“

Sven Wiedenbauer ist auch als First Responder und Nachbarschaftssanitäter imAuftrag des Roten Kreuzes jederzeit bereit, Leben zu retten.RK
Sven Wiedenbauer ist auch als First Responder und Nachbarschaftssanitäter im

Auftrag des Roten Kreuzes jederzeit bereit, Leben zu retten.RK

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