Klimafreundlich auf höchstem Niveau

HE_Feldk / 11.11.2020 • 11:01 Uhr
Eine energieeffiziente Gemeinde, die mehr Kohlendioxid absorbiert als produziert.
Eine energieeffiziente Gemeinde, die mehr Kohlendioxid absorbiert als produziert.

Seit dem Jahr 2005 ist Mäder e5-Gemeinde mit maximaler Auszeichnung.

Energie Mäder war nicht nur eine der ersten e5-Gemeinden Vorarlbergs, sondern kann sich seit Jahren auch als Vorzeigegemeinde im ökologischen Bereich positionieren. Sechs Mal hat sich die Kummenberggemeinde mittlerweile einer Zertifizierung unterzogen. Bei der letzten Bewertung im Jahr 2017 wurde Mäder erneut mit fünf von fünf möglichen „e“ ausgezeichnet.

„Energetische“ Erfolge

Schon seit 1998 ist Mäder e5-Gemeinde und stellt sich somit in besonderem Maße den Herausforderungen des Klimaschutzes. Alle vier Jahre muss sich die Gemeinde bei einem Audit einer unabhängigen Kommission stellen; bereits im Jahr 2005 konnte Mäder die höchste Auszeichnung erreichen. „Das Ziel der Mäderer Politik ist es, eine enkeltaugliche Wohlfühlgemeinde zu schaffen. „Ein wesentlicher Baustein dazu sind unsere Bemühungen in Richtung Nachhaltigkeit im Rahmen des e5-Programmes“, zeigt sich auch Mäders Bürgermeister Rainer Siegele über die „energetischen“ Erfolge erfreut.

Musterprojekt Ökoschule

In den vergangenen Jahren konnte die Gemeinde mit zahlreichen Aktivitäten für eine erfolgreiche Energiearbeit punkten. So wurde beispielsweise zum Beitritt ins e5-Programm im Jahre 1998 die Ökohauptschule Mäder als Musterprojekt gebaut, in weiterer Folge das Energiekonzept eingeführt bzw. fortgesetzt, ein eigenes Klimaschutzkonzept erstellt oder die Fahrzeugflotte der Gemeinde auf 100 Prozent klimaneutral umgestellt.

In den letzten Jahren seien als Highlights die Erstellung des Verkehrskonzeptes mit Tempo 30 auf den Gemeindestraßen, der Solaranlagencheck oder die Begegnungszone im Brühl und Ulimahd genannt.

Negative CO2-Bilanz

Energiesparen ja – nicht gespart wird in Mäder allerdings mit Ökostrom: Die Gemeinde setzt zu 100 Prozent auf erneuerbare Energiequellen. Nicht von ungefähr kann die Kummenberggemeinde landesweit durch ihre einzigartige negative CO2-Bilanz hervorstechen. Das heißt, dass die Gemeinde mehr Kohlendioxid absorbiert, als sie produziert.

„Dennoch wird der Ausbau erneuerbarer Energien noch weiter vorangetrieben, sei dies durch solarthermische Anlagen, durch Biomasse oder durch Photovol-taikanlagen“, blickt Bürgermeister Siegele nach vorne und vor allem in das kommende Jahr, in dem die nächste Rezertifizierung für die Gemeinde ansteht.

Die Kindergärten Brühl und Ulimahd haben erst kürzlich eine PV-Anlage bekommen.
Die Kindergärten Brühl und Ulimahd haben erst kürzlich eine PV-Anlage bekommen.
Die Öko-Mittelschule Mäder ist 1998 als Musterprojekt zum Beitritt ins e5-Programm gebaut worden.
Die Öko-Mittelschule Mäder ist 1998 als Musterprojekt zum Beitritt ins e5-Programm gebaut worden.