Freiwillig im Einsatz für andere Menschen

HE_Feldk / 07.07.2021 • 16:33 Uhr
Das Angebot von „z’Kobla dahoam“ reicht von Rikschafahrten bis zum Reparaturcafé. Z‘Kobla Dahoam
Das Angebot von „z’Kobla dahoam“ reicht von Rikschafahrten bis zum Reparaturcafé. Z‘Kobla Dahoam

Im Jahr 2015 gründete Lothar Huber die Initiative „z’Kobla dahoam“.

Ehrenamt Zeit seines Lebens waren die Familie, der Sport, aber auch der Beruf die Eckpfeiler im Leben von Lothar Huber. Ein Autounfall und eine damit verbundene Querschnittslähmung veränderten vieles im Leben von Huber, seine Eckpfeiler blieben aber bestehen. Was sich aber sehr wohl änderte, war die Sichtweise des heute 70-Jährigen auf das Leben, und er beschloss, mit Antritt seiner Pension der Gesellschaft etwas zurückgeben zu wollen: „Mir haben damals viele Menschen geholfen, nun war es für mich Zeit, auch anderen Menschen zu helfen“, sagt Huber. Er gründete die Interessengemeinschaft „z’Kobla dahoam“. Konkret geht es dabei vorrangig um die Vermittlung von kleinen Hilfsdiensten im Alltag. Das war die Ausgangslage, mittlerweile ist das Angebot aber deutlich erweitert worden. Man fungiert als Lesepate, unternimmt Rikschaausfahrten, Notfallfahrten oder Spaziergänge mit den Bewohnern des Hauses Koblach. Außerdem unterhält die Initiative ein Sprachencafé für Zuwanderer, gibt Förderunterricht, organisiert Einkaufsbegleitungen und bietet regelmäßig Reparaturcafés in Sachen Textil und Elektronik an. Selbst sieht man sich als Ergänzung und nicht als Konkurrenz der bestehenden sozialen Einrichtungen. Zu diesen sucht man den Kontakt und die Zusammenarbeit genauso wie zu vergleichbaren Einrichtungen in der Kummenbergregion.

Tausende Stunden organisiert

Insgesamt sind über 70 Menschen für die Gemeinschaft tätig, die Fäden im Hintergrund zieht aber Huber: „Das Organisieren war und ist ein Hobby von mir, da kann ich voll in der Sache aufgehen.“ Tausende Stunden an Arbeit wurden so organisiert und durchgeführt. Die Finanzierung erfolgt im Übrigen völlig selbstständig. Jeder, der die diversen Dienste in Anspruch nehmen möchte, zahlt einmalig pro Jahr einen Förderbeitrag von 10 Euro. Im Zuge der Aktivitäten erhält „z’Kobla dahoam“ zudem Spenden. Über die tägliche Arbeit hinaus ist damit sogar noch die finanzielle Unterstützung von sozialen Projekten möglich.

Laufend auf der Suche ist Huber nach freiwilligen Helfern. Die meisten seien doch schon in der Generation Ü60, die eine oder andere jüngere Auffrischung würde daher guttun, so Huber. Auf die Frage, wie lange Huber seine Tätigkeit noch ausüben möchte, hat er eine klare Antwort: „So lange, bis ich irgendwann einmal selbst auf die Dienste angewiesen bin. Bis dahin will ich der Gesellschaft ein Stück weit etwas zurückgeben.“ Mögliche freiweillige Helfer können sich unter 0676/836284150 oder 0650/3419785 melden. CEG

Das Angebot von „z’Kobla dahoam“ reicht von Rikschafahrten bis zum Reparaturcafé. Z‘Kobla Dahoam
Das Angebot von „z’Kobla dahoam“ reicht von Rikschafahrten bis zum Reparaturcafé. Z‘Kobla Dahoam
Das Angebot von „z’Kobla dahoam“ reicht von Rikschafahrten bis zum Reparaturcafé. Z‘Kobla Dahoam
Das Angebot von „z’Kobla dahoam“ reicht von Rikschafahrten bis zum Reparaturcafé. Z‘Kobla Dahoam
Bei Lothar Huber laufen die Fäden der Initiative zusammen. Privat
Bei Lothar Huber laufen die Fäden der Initiative zusammen. Privat

Zur Person

Lothar Huber

Geboren 16. Mai 1951

Familie verheiratet, zwei Kinder, fünf Enkel

Beruf in Pension, früher im Textilbereich tätig