Teuerste Wohnungspreise

HE_Blude / 27.04.2022 • 12:28 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Was die Immobilienpreise betrifft, kann kein anderes Bundesland mit dem Ländle mithalten.VN/Roland Paulitsch
Was die Immobilienpreise betrifft, kann kein anderes Bundesland mit dem Ländle mithalten.VN/Roland Paulitsch

Das Bundesland mit den teuersten Wohnungspreisen ist unverändert Vorarlberg vor Tirol.

Immobilienmarkt Von 2017 bis 2020 pendelte die Anzahl der verkauften Wohnungen zwischen 49.584 und 50.386 Einheiten. 2021 inmitten der Corona-Pandemie – kam der große Sprung. Die Wohnungsverkäufe legten in Österreich mit 56.119 Verbücherungen um 11,4 Prozent gegenüber 2020 zu. Natürlich schlug sich die plötzlich starke Nachfrage nach Eigentumswohnungen wiederum im Preis nieder. In Verbindung mit dem in vielen Regionen knappen Angebot kam es zu einer spürbaren Preissteigung. So stiegen die typischen Wohnungspreise in Österreich von 220.930 Euro (2020) auf 241.506 Euro (2021), also um plus 9,3 Prozent. Der Gesamtverkaufswert aller verkauften Wohnungen lag damit 2021 bei 14,92 Milliarden Euro, das bedeutet ein Plus von 2,77 Milliarden Euro gegenüber 2020. Daraus errechnet sich ein statistischer Durchschnittspreis für das vergangene Jahr von 3761 Euro pro Quadratmeter. Dieser wiederum wird mit 4829 Euro pro Quadratmeter in Vorarlberg überboten.

Noch mehr Verkäufe

Die Durschnittswohnung kostete im Ländle deshalb 339.484 Euro. Das ist um knapp 100.000 Euro mehr als im Österreich-Durchschnitt zu bezahlen ist und um mehr als 40.000 Euro teurer als beim Zweitgereihten, dem Nachbarbundesland Tirol. Nichtsdestotrotz wurden im Ländle 2021 so viele Wohnungen verkauft wie noch nie, nämlich exakt 3482 Einheiten. Das ist eine Steigerung von satten 14,6 Prozent gegnüber dem Vorjahr. Insgesamt wechselte ein Immobilienwert von 1,253 Milliarden seine Besitzer, was ebenfalls ein Plus von 27,5 Prozent gegenüber 2020 bedeutet. Damit wurde nun auch im westlichsten Bundesland die Milliarden-Euro-Grenze überwunden.

Feldkirch führt

Was die Wohnungsverbücherungen betrifft, hatte im letzten Jahr eindeutig der Bezirk Feldkirch die Nase vorne. Wie schon 2018 führt der Raum Feldkirch mit 1060 verkauften Wochnungen das Bezirkeranking an. Der Bezirk Bregenz kommt zwar wieder auf über 1000 Wohnungsverbücherungen, bleibt aber mit 1007 Einheiten um minus 112 unter dem Spitzenjahr 2020. Dornbirn verbüchert 968 Verkäufe und Bludenz bliebt mit 447 Einheiten weit darunter. Die typische Größe einer neu verbücherten Vorarlberger Wohnung lag 2021 bei 71,6 Quadratmetern, somit um 1,7 Quadratmeter kleiner als zuletzt.

Kleinere Wohnungen

Auf den typischen Quadratmeter gerechnet, kostete laut RE/MAX ImmoSpiegel eine Vorarlberger Wohnung 4829 Euro, das sind 8,9 Prozent mehr als 2020. So sind die Quadratmeterpreise in den letzten fünf Jahren in Vorarlberg im Durchschnitt um die Hälfte (+48,5 Prozent) nach oben geklettert.

Eigentumswohnungspreise

Die Eigentumswohnungs-Preise in den LANDESHAUPTSTÄDTEN im Vergleich:

Städte Verbücherungen  Preis Steigerung % Preis pro m² 

Bregenz (Bezirk) 1007 354.174 +10,6 4 990 75,3

Innsbruck (Stadt) 1216 320.063 +3,9 5 873 60,9

Salzburg (Stadt) 1398 307.968 +9,4 5 007 65,0

Linz (Stadt) 1313 224.627 -0,7 3 559 70,3

Graz (Stadt) 4160 184.059 +5,0 3 133 62,2

Klagenfurt (Stadt) 920 173.150 +1,7 2 674 68,7

St. Pölten (Stadt) 264 152.402 +6,8 2 277 82,6

Eisenstadt (Stadt, Rust) 326 146.009 +14,9 3 455 70,5

 Quelle: RE/MAX Commercial Resarch