Impulse aus der Altacher Jugend

HE_Feldk / 04.05.2022 • 16:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Impulsgeber Micha Warth, Nicole Beck und Lothar Maier mit den Moderatoren Hermann Begle und Edgar Natter.Privat
Die Impulsgeber Micha Warth, Nicole Beck und Lothar Maier mit den Moderatoren Hermann Begle und Edgar Natter.Privat

Unter dem Titel „Verändert Corona unsere Jugend?“ fand die erste Veranstaltung der Altacher Impulse im Pfarrsaal statt.

Altach Eine Initiativgruppe rund um Pfarrer Rainer Büchel entwickelte mit den Altacher Impulsen ein überparteiliches Format, um mit der Bevölkerung zu verschiedenen Altacher Themen ins Gespräch zu kommen. Zum Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe legten drei Impulsgeber ihre Erfahrungen mit Jugendlichen im Zuge der Coronapandemie dar. Unter der Moderation der ehemaligen Schuldirektoren Edgar Natter und Hermann Begle zeigten Jugendleiterin Nicole Beck, Jugendtrainer Lothar Maier und Mittelschul-Direktor Micha Warth in interessanten Impulsreferaten, dass die Pandemie besonders für Kinder und Jugendliche eine große Herausforderung darstellte.

Wie von null beginnen

So präsentierte Nicole Beck, als Leiterin der offenen Jugendarbeit in Altach, die landesweit durchgeführte Studie „Jugend & Corona“. Die große Teilnehmerzahl von 1500 Jugendlichen signalisiert dabei deren Bedürfnis, gehört zu werden. Weiters berichtete die Jugendarbeiterin von den Herausforderungen für die Jugendlichen und des Leitungsteams des Jugendtreffs durch die verschiedenen Lockdowns und die Kontaktbeschränkungen. Mit unterschiedlichsten Aktivitäten müsse jetzt wieder wie von null begonnen werden. Auch SCRA Jugendtrainer Lothar Maier legte dar, was es für Kinder- und Jugendmannschaften bedeutete, immer wieder über längere Zeit kein reguläres Training und keine Fußballspiele durchführen zu können. Mit viel Engagement des Trainerteams sei es aber gelungen, einen Großteil der Kinder und Jugendlichen im Verein zu halten.

Fähigkeiten erkennen

In weiterer Folge berichtete Mittelschul-Direktor Micha Warth über das Zusammenwirken von Kindern, Eltern und Lehrpersonal während der vergangenen Monate. Feststellbar sei für die Schule, dass die soziale Schere bei den Kindern noch weiter auseinander ging. Die Digitalisierung habe zwar einerseits neue Formen der Kommunikation ermöglicht, andererseits sei die erhöhte Gefahr der Vereinsamung deutlich spürbar geworden. Feststellbar sei aber auch, dass die Pandemie ein Zusammenrücken von Elternhaus und Schule erwirkte und dass teilweise auch ein neues Schüler/Lehrerverhältnis entstanden sei.

Nach den Impulsreferaten der drei Vortragenden gab es noch eine angeregte Diskussion und zum Abschluss wurde noch betont, es müsse auch das Positive gesehen und die Fähigkeit vieler Jugendlicher zum konstruktiven Umgang mit Krisen erkannt werden. MIMA