Bildungszentrum auch für Fellengatter

HE_Feldk / 18.05.2022 • 16:14 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
(V.l.) Vize-Bgm. Manuela Gort, Marlene Burtscher und Magdalena Summer. (H.l.) Sandra Ebenhoch und Kathrin Bertsch.VN/Fitsch
(V.l.) Vize-Bgm. Manuela Gort, Marlene Burtscher und Magdalena Summer. (H.l.) Sandra Ebenhoch und Kathrin Bertsch.VN/Fitsch

Nachdem im letzten Jahr das Bildungszentrum Hofen fertiggestellt wurde, bekommt Frastanz nun ein weiteres Bildungszentrum.

Bauprojekt Nur wenige Monate nach der Fertigstellung des neuen Bildungszentrums Frastanz-Hofen wurde von der Gemeindevertretung bereits das nächste große Bauprojekt in Angriff genommen: Ein weiteres Bildungszentrum für die Parzelle Fellengatter. Denn die bestehenden Gebäude, die 1949 und 1973 errichtet wurden, entsprechen längst nicht mehr den modernen Anforderungen. Das ist aber nicht das einzige Problem. „Die Räumlichkeiten sind nicht nur zu alt, sondern mittlerweile auch einfach zu klein geworden. Fellengatter ist immerhin Frastanz größte Parzelle“, verdeutlicht Vizebürgermeisterin Michaela Gort.

Neubau mit Clusterlösung

So fasste die Gemeindevertretung noch im September 2021 den Grundsatzbeschluss für das Bauvorhaben. Im November folgte die Ausschreibung des Architekturwettbewerbs für den Neubau. Bis zum 30. Juni haben die 27 Architekturbüros, die für den Wettbewerb zugelassen wurden, nun noch Zeit, an ihren Bauplänen zu feilen. Dann entscheidet die Jury, bestehend aus Architekten, Vertretern des Bauherrn und Gemeindevertretern, über den Gewinner. Für die Architekturbüros gilt, den Kostenrahmen sowie das erstellte pädagogische Raumkonzept einzuhalten. Dieses wurde in enger Zusammenarbeit mit den Pädagoginnen der Bildungseinrichtungen erstellt und sieht für das neue Gebäude eine Clusterlösung vor: Kinderbetreuung, Kindergarten und Volksschule sollen künftig unter einem Dach untergebracht und so eine ganzheitliche Betreuungs- und Ausbildungsstätte für Kinder im Alter von eineinhalb bis zehn Jahren geschaffen werden.„Das hat zum Ziel, dass ein fließender Übergang zwischen den verschiedenen Einrichtungen ermöglicht werden kann“, erklären die Pädagoginnen Kathrin Bertsch (Direktorin der Volksschule), Marlene Burtscher (Leiterin der Spielgruppe), Magdalena Summer (Leiterin des Kindergartens) und Sandra Ebenhoch (Koordinatorin elementarpädagogische Einrichtungen Frastanz), die eifrig zusammen an dem Konzept gearbeitet haben.

Platz für rund 200 Kinder

Entsprechend dem Raumkonzept soll nun eine Volksschule mit zwei Clustern, bestehend aus je zwei Klassen, entstehen, die Platz für rund 100 Kinder bieten. Außerdem ein Marktplatz und ein Gruppenraum. Für den Kindergarten sind drei Gruppenräume mit Nebenräumen für maximal 75 Kinder vorgesehen. Kapazität für bis zu 24 Kinder soll die Kinderbetreuung künftig mit zwei Gruppenräumen und Nebenräumen haben. Zudem soll die Turnhalle des Bildungszentrums samt Foyer und Nebenräumen als eigener Schließbereich errichtet werden, damit Frastanzer Vereine die Räumlichkeiten künftig vermehrt nutzen können.

Baubeginn im Frühjahr 2024

Die Kosten für den Neubau wurden noch im vergangenen Jahr grob auf 15 Millionen Euro geschätzt. Wie viel das Ganze schlussendlich wirklich kosten wird, ließe sich im Moment aufgrund der explodierenden Baupreise aber nicht sagen. Dennoch werde auf eine strenge Kostenkontrolle geachtet, so Vize-Bürgermeisterin Gort. Für die Finanzierung wurde ein Grundstück im Ortszentrum von Frastanz verkauft. Baubeginn ist voraussichtlich im Frühling 2024. VN-LAF