52 Fluchtgeschichten zum Nachhören

HE_Feldk / 29.06.2022 • 14:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die 100 Kilometer lange Hörroute wird am kommenden Sonntag mit einer Fahrradsternfahrt eröffnet. Startpunkt in Feldkirch ist um 11 Uhr in der Neustadt. R. Walser
Die 100 Kilometer lange Hörroute wird am kommenden Sonntag mit einer Fahrradsternfahrt eröffnet. Startpunkt in Feldkirch ist um 11 Uhr in der Neustadt. R. Walser

„Über die Grenze“ mit Hörstationen entlang des Rad-
weges eröffnet.

Feldkirch Tausende Flüchtlinge versuchten zwischen März 1938 und Mai 1945 über Vorarlberg die rettende Schweiz zu erreichen: Verfolgte Juden, politische Gegner der Nazis, Deserteure, Kriegsgefangene und Zwangs- und Fremdarbeiter aus besetzten Ländern Europas. „Über die Grenze“ erzählt von diesen Odysseen. Entlang der Radroute Nr. 1, von Bregenz bis Partenen, und an ausgewählten Orten in der Schweiz und in Liechtenstein markieren symbolische Grenzsteine 52 Hörstationen zu diesen Flüchtlingsschicksalen und laden per QR-Code dazu ein, sich auf die Geschichte des jeweiligen Ortes einzulassen.

Route in Feldkirch

In Feldkirch führt die Route vom Illspitz bis in die Stadt und auch zum Egelsee jenseits der Grenze zu Liechtenstein, vorbei am Gericht, wo Flüchtlinge zu Zuchthaus und zum Tode verurteilt wurden, zum Bahnhof, an dem die große Fluchtwelle im März 1938 begann. Auch das Ende des Krieges im Jahr 1945 wurde von einem Flüchtlingsstrom durch Feldkirch von Zwangsarbeitern und Angehörigen der russischen Nationalarmee eingeläutet.

An all diese Menschen erinnern in Feldkirch nun symbolische Grenzsteine. Als Plattform für diese Erkundung der Grenzlandschaft dient die Website ueber-die-grenze.at mit einer interaktiven Radkarte.

Feierliche Eröffnung

Die Eröffnung der 100 Kilometer langen Hörroute wird am kommenden Sonntag, 3. Juli, mit einer Fahrradsternfahrt mit unterschiedlichsten Startpunkten sowie einem Festakt um 15 Uhr auf dem Hohenemser Schlossplatz begangen. Start in Feldkirch ist um 11 Uhr in der Neustadt mit Bürgermeister Wolfgang Matt und Johannes Spies (erinnern.at).