Auf dem richtigen e5-Weg

HE_Feldk / 25.10.2022 • 16:26 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Erneut wurde die Gemeinde mit drei „e“ ausgezeichnet. Das vierte ist aber schon in greifbarer Nähe. M. Rhomberg
Erneut wurde die Gemeinde mit drei „e“ ausgezeichnet. Das vierte ist aber schon in greifbarer Nähe. M. Rhomberg

Göfis konnte seine Wertung verbessern und befindet sich bereits auf dem Sprung zum vierten „e“.

Auszeichnung Seit rund sieben Jahren beteiligt sich Göfis offiziell am e5-Landesprogramm und leistet seinen Beitrag zur Erreichung der Energieautonomie 2050. Dabei konnte die Gemeinde bereits bei Beginn der Teilnahme und auch schon in der Zeit davor einiges in Sachen Nachhaltigkeit und Energieeinsparung leisten, was bei der ersten Auditierung im Jahr 2018 mit drei Energie „e“ belohnt wurde.

Bürgerbeteiligung

Im Dornbirner Kulturhaus fand kürzlich die e5-Zertifizierung für dieses Jahr statt. Göfis konnte seine Wertung dabei stark verbessern und befindet sich mit sehr starken drei „e“ bereits auf dem Sprung zum vierten „e“. Besonders gewürdigt wurde dabei neben der pilothaften Gründung der Erneuerbaren Energiegemeinschaft und der vorbildhaften, kontinuierlichen Ortskernentwicklung die hohe Bürgerbeteiligung. „Klima- und Umweltschutz ist den Bürgern von Göfis sehr wichtig. Das zeigt sich in vielen Initiativen zur Dorfentwicklung, zum Ausbau erneuerbarer Energien, für gute Mobilitätslösungen oder zur Klimawandelanpassung, die ich als Bürgermeister gern aktiv unterstütze“, freut sich auch Bürgermeister Thomas Lampert über das Lob der Jury.

„Sonnendorf Göfis“

Die Kommune ist auch eine Pilotgemeinde für die Gründung einer Erneuerbaren Energiegemeinschaft, dem „Sonnendorf Göfis“. Das zugrunde liegende Konzept ist ganz einfach. Der innerhalb der Gemeinschaft erzeugte Strom wird im Optimalfall auch innerhalb dieser verbraucht und verrechnet. Was an Strom nicht verbraucht werden kann, gelangt zur Einspeisung ins Netz. Ziel der Erneuerbaren Energiegemeinschaft ist es, möglichst viele Gebäudeflächen für solare Energieproduktion zu nutzen, um dann im Rahmen von Beteiligungsaktionen die Bürger an dieser Energiewende teilnehmen zu lassen. So soll, nicht zu guter Letzt, die Gemeinde klimaneutral werden. Der Beschluss zu „Mission Zero“ – also die Verpflichtung bis zum Jahr 2040 im kommunalen Bereich klimaneutral zu werden – wurde bereits im vergangenen Jahr gefasst.

Dazu tat sich die Gemeinde Göfis in den letzten Jahren auch durch ortsplanerische Aktivitäten hervor und verfügt seit 2014 über ein räumliches Entwicklungskonzept, Baugrundlagen und ein Bonussystem zur Verordnung des Maßes der baulichen Nutzung. Seit Jahrzehnten kauft die e5-Gemeinde Grundstücke im Zentrum und gestaltet den Dorfkern zu einem identitätsstiftenden, verkehrsberuhigten und belebten Ort mit viel Angebot und exzellenter Aufenthaltsqualität. Für diese strategische und raumplanerische Arbeit wurde die Gemeinde 2020 österreichweit zur Gesamtsiegerin des VCÖ-Mobilitätspreises und 2021 zu einer der vier LandLuft Baukulturgemeinden gekürt.

Nächstes „e“ im Blick

Bei der diesjährigen Re-Zertifizierung haben sich zwölf e5-Gemeinden in der letzten Umsetzungsperiode gemeinsam 48 „e“ erarbeitet. Das Göfner e5-Team konnte dabei seine Wertung von 55 auf 62,1 Prozentpunkte ausbauen und befindet sich damit auf dem Sprung zum vierten „e“. Für die nächste Periode sind weitere Schritte zur Erreichung der Klimaneutralität, wie ein deutlicher Photovoltaikausbau auf den Dachflächen der Gemeindegebäude, geplant. Die nächste Zertifizierung von Göfis findet in vier Jahren statt und bis dahin soll es auch mit dem vierten „e“ klappen. MIMA

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