Lichterglanz mit Mehrwert

Heimat / 07.01.2022 • 21:34 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Weihnachtshaus in seiner ganzen Pracht und Jürgen Rehak sowie Susanne Marosch und Remo Dobler (v.l.) mit dem Spendenscheck. VN/Stiplovsek
Das Weihnachtshaus in seiner ganzen Pracht und Jürgen Rehak sowie Susanne Marosch und Remo Dobler (v.l.) mit dem Spendenscheck. VN/Stiplovsek

Weihnachtshaus der Familie Dobler in Höchst sorgte für viele Besucher und Spenden.

Höchst Mehr als 20.000 Lämpchen tauchen das Haus der Familie Dobler in Höchst alle Jahre wieder zur Weihnachtszeit in ein wahres Lichtermeer, das ebenso regelmäßig viele Schaulustige anlockt. „Warum das nicht für etwas Gutes nutzen?“, dachte sich Remo Dobler und ließ der Überlegung schon vor Langem Taten folgen. „Am ersten Adventsonntag laden wir Verwandte, Nachbarn und Freunde immer zu einem kleinen Fest mit Illuminierung ein“, erzählt Dobler. Mit dabei ist stets eine Kasse, die sich über die Wochen mit Spenden füllt. Das Geld kommt dem Verein „Geben für Leben – Leukämiehilfe Österreich“ von Russpreisträgerin Susanne Marosch zu. „Wir hatten selbst einen Leukämiefall in der Familie“, begründet Remo Dobler. Die Pandemie lässt zwar kein Fest mehr zu, gespendet wurde trotzdem.

Opulent

Heuer fiel der Scheck mit 21.600 Euro besonders opulent aus, denn Jürgen Rehak, Inhaber der Rheinapotheke, verdoppelte den ursprünglichen Betrag von 10.800 Euro. So viel machten allein die Besucher des Weihnachtshauses locker. Fleißig mitgeholfen haber aber auch zwei Buben aus der Nachbarschaft und die eigenen Enkel. „Die Kinder sind an allen Sonntagen im Advent mit ihren Bauchladen dagestanden und haben Selbstgebasteltes angeboten“, berichtet Dobler stolz. Auf diese Weise kamen 600 bzw. 300 Euro in die Kasse. Die Freude über die hohe Spendenbereitschaft ist entsprechend groß: „Es ist einfach toll, dass die Menschen nach wie vor bereit sind, für andere zu geben“, sagt Remo Dobler dankbar, dass seine Idee immer weitere Kreise zieht.

Christbaum mit 114 Kerzen

Begonnen hat die Geschichte 1994 mit einem Christbaum im Garten und 114 Kerzen daran. Jahr für Jahr kamen immer mehr Lampen dazu. Inzwischen braucht Remo Dobler mehrere Kilometer Kabel, um die Pracht zum Leuchten zu bringen. Auch der Nachbar fand Gefallen am Funkeln und lässt sich sein Haus ebenfalls gerne von Remo Dobler mit Lichtern aufhübschen. Zwei Wochen benötigt Dobler für den Auf- und Abbau der Installation. Bis Dreikönig leuchtet alles, danach werden die weihnachtlichen Motive abgeschaltet, der Rest strahlt bis Maria Lichtmess. Dann wird endgültig alles wieder fein säuberlich verpackt und eingelagert. Bis zur nächsten Weihnacht. VN-MM

„Es ist toll, dass die Menschen nach wie vor bereit sind, für andere zu geben.“

Lichterglanz mit Mehrwert

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