Sicher im winterlichen Gelände unterwegs

Heimat / 25.01.2022 • 10:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Sicher im winterlichen Gelände unterwegs
Sicherheit geht vor: Immer mehr Tourengeher nutzen das Kursangebot der Walser Guides.bi

Klaus Witwer von den Walser Guides leitet Tourengeher-Kurse für Einsteiger und Fortgeschrittene.

Sonntag „Das Tourengehen erlebt derzeit einen gewaltigen Boom. Alle Anfängerkurse sind bereits ausgebucht. Mit den Walser Guides haben wir einen ausgezeichneten Kooperationspartner gefunden, der den Teilnehmern die nötige Sicherheit im Gelände vermittelt“, erklärt Rainer Schlattinger, Geschäftsführer des Alpenvereins Vorarlberg. Mit den Tourenskiern in unberührten Tiefschneehängen einsame verschneite Täler erkunden und nach dem Gipfelerfolg eine einmalige Abfahrt genießen – das sind Erlebnisse, die nur abseits der Skigebiete möglich sind. Doch um im freien Gelände sicher unterwegs sein zu können, sind Wissen und Erfahrung in diesem komplexen Bereich des Skisports notwendig.

Grundlagen vermitteln

In der vergangenen Woche fanden im Skigebiet Sonntag-Stein im Großen Walsertal gleich drei zweitägige Kurse statt, zwei für Einsteiger sowie einer für Fortgeschrittene. Klaus Witwer, Obmann der Walser Guides, leitete die Kleingruppen mit viel Umsicht und Erfahrung. Die Walser Guides sind ein Zusammenschluss von Berg- und Skiführern im Großen Walsertal, die das ganze Jahr über ein sportliches Programm anbieten.
Bei den Einführungskursen zum Tourengehen werden die Grundlagen des Skibergsteigens in der Praxis erlernt. Dies beginnt bei der benötigten Ausrüstung über die richtige Spurlage, der korrekten Interpretation des Lawinenlageberichts, den Umgang mit Sicherheitsausrüstung bis hin zum Verhalten in Notsituationen. „Es gibt immer mehr Leute, die sich vorab informieren. Früher galt eher das Motto: Das wird schon passen. Aber mittlerweile sind Anfänger, aber auch fortgeschrittene Tourengeher mehr an einem sicheren Verhalten im freien Gelände interessiert“, betont Klaus Witwer.

Nicht zu viel riskieren

Bei minus zwölf Grad am Morgen wurden die anfänglichen Erläuterungen ins Innere des Seilbahnstübles Stein verlegt, bevor es auf Tour ging. Die Teilnehmer des Kurses waren beim Abschlussgespräch schlichtweg begeistert. „Die beiden Kurstage waren echt toll. Für mich war vieles Neuland. Ich habe viel gelernt“, freute sich eine Teilnehmerin. „Es ist wichtig, mit eher leichteren Touren zu starten. Bei dieser Sportart ist Zurückhaltung angesagt. Lieber auf eine gewagte Skitour bei gefährlicher Lawinenlage verzichten, als zu viel riskieren“, sagt der erfahrene Tourenleiter. „Es gibt keine hundertprozentige Sicherheit, mit einer Ausbildung und der nötigen Erfahrung kann die Gefahr aber minimiert werden.“