Von Recherchearbeit und Familiengeschichte

Heimat / 19.09.2022 • 15:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Autorin und Kommunikationsberaterin Sabine Grohs lässt im Kunstforum Montafon in ihre Familiengeschichte eintauchen. <span class="marker"><span class="copyright">STR</span></span>
Autorin und Kommunikationsberaterin Sabine Grohs lässt im Kunstforum Montafon in ihre Familiengeschichte eintauchen. STR

„Lange Heimkehr“: Eine Ausstellung entführt in die Geschichte der Familie Dönz.

Schruns Das Buch „Dönz. Soweit man weiß“ ist Grundlage für die Ausstellung. Geschrieben wurde es von der Autorin Sabine Grohs, die darin in die Lebensgeschichte von Katharina Wiederin, verheiratete Dönz eintaucht.

Sabine Grohs hat eine besondere Beziehung zu dieser Familiengeschichte, ist doch Ernst Dönz, der Ehemann von Katharina Wiederin, der Urgroßvater der Autorin. „Ich sammelte als Kind bereits alles aus meiner Familiengeschichte und verbrachte viel Zeit bei meinen Großeltern. Gerade mein Opa erzählte mir immer wieder Geschichten von früher, denen ich total gespannt und wahnsinnig gerne zuhörte“, erklärt Sabine Grohs in ihrer Rede zur Ausstellung „Lange Heimkehr“.

In der Ausstellung selbst gibt es Schautafeln, auf denen farblich geordnet die Familiengeschichte beschrieben ist. Außerdem sind auf den Schautafeln zahlreiche Artefakte wie etwa Briefe, Verträge oder Urkunden zu sehen. Sie habe aber keine geschichtliche Abhandlung schreiben wollen, sondern eine romanhafte Erzählung, die einfach zum Weiterlesen animiert. „Die Eckpunkte der Geschichte stimmen aber mit den historischen Gegebenheiten der Familie überein“, sagt Sabine Grohs.

Vernissage Kunstforum Grohs
Vernissage Kunstforum Grohs

Greifbar machen

Die Ausstellung zeigt neben den Schautafeln Recherchematerial. Für die richtige chronologische Abfolge und um die Familiengeschichte in einen historischen Kontext zu stellen, arbeitete Sabine Grohs mit dem Historiker Dieter Petras zusammen, der nicht nur die österreichische Geschichte parallel auf einer Zeittafel festhielt, sondern auch die Weltgeschehnisse, sodass die Familiengeschichte von den Besuchern in einem globalen Kontext erfasst werden kann.

Um das Ganze nicht nur zu veranschaulichen, sondern auch haptisch erfahrbar zu machen, liegen in der Ausstellung Farbkopien von diversen schriftlichen Dokumenten auf, die die Besucher in die Hand nehmen können, um sich in das eine oder andere Dokument zu vertiefen. „Das war für mich sehr wichtig. Denn hier können die Besucher lesen und – im wahrsten Sinne des Wortes – die Geschichte der Familie Dönz, die vom Montafon nach Frankreich und wieder zurück ins Montafon führt, begreifen“, meint Kommunikationsberaterin Sabine Grohs. Die Ausstellung der Autorin ist noch bis 16. Oktober im Kunstforum Montafon zu sehen. STR

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