Historischer Rückblick auf olympische Winterspiele

Christof Thöny präsentierte einen Streifzug durch 102 Jahre Wintersportgeschichte.
Bludenz Kurz vor Abschluss der am 6. Februar eröffneten Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo bot das Stadtarchiv Bludenz gemeinsam mit dem Geschichtsverein Region Bludenz einen spannenden Vortrag. Historiker Christof Thöny sprach zum Thema: “Olympische Winterspiele – ein Streifzug durch 102 Jahre Geschichte mit Bezügen zu Vorarlberg”. Veranstaltungsort war der Sitzungssaal der Bludenzer Stadtvertretung. Dieser eigne sich sehr für gewisse Vorträge, meinte Historiker Stefan Stachniß, Leiter des Stadtarchivs, dem “Gedächtnis” von Bludenz. “Christof Thöny ist seit beinahe 25 Jahren Obmann des Museumsvereins Klostertal und seit gut zehn Jahren beim Stadtarchiv beschäftigt und aktiv und schon sehr viele Jahre als Funktionär auch beim Geschichtsverein Region Bludenz tätig. Sein Forschungsschwerpunkt ist u. a. die Wintersport- bzw. im Speziellen die Skigeschichte. Der Referent sei ein begnadeter Sportler und Skifahrer. Die Zeit, die er dafür aufwende, werde aber ‚eher weniger‘”, sagte Christof Thöny.

Der Vortrag gab einen historischen Überblick über die Entwicklung der Olympischen Winterspiele seit ihren Anfängen. Den Ausgangspunkt bildete die Internationale Wintersportwoche; diese fand im Jahr 1924 in Chamonix im Rahmen der Olympischen Spiele statt und wurde später rückwirkend zu den ersten Olympischen Winterspielen erklärt. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Entwicklung des alpinen Skirennsports bei Olympia sowie auf den Erfolgen, welche die Athletinnen und Athleten aus Vorarlberg im Laufe der Jahrzehnte erzielt hatten. Gerichtet hatte sich die Veranstaltung an sporthistorisch Interessierte genauso wie an alle jene, die sich für die regionale Sportgeschichte begeistern.

Stefan Stachniß wies bereits in seinen Einführungsworten auf zwei kommende Veranstaltungen hin: “Jehovas Zeuginnen während des Nationalsozialismus” am 12. März um 19 Uhr in der Remise und “Kaffeehauskultur in Bludenz” am 16. März um 17 Uhr im “Ahna und Ähne” in der Mühlgasse 14 in Bludenz. Ein Erzählcafé mit Mag. Otto Schwald. “Schon am Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in Bludenz eine Reihe von Kaffeehäusern, in denen teilweise das Flair Wiener Cafés herrschte”, informiert die Stadt. Der Eintritt ist beide Male frei.


