Waltraud und Gilbert Thönig feiern Diamantene Hochzeit

Hochzeiten / 10.05.2022 • 10:50 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Diamantene 2 n
“Wir freuen uns auf weitere schöne gemeinsame Jahre“privat

Seit 60 Ehejahren sind Waltraud und Gilbert Thönig in Liebe verbunden und blicken heute auf schöne und erfolgreiche Jahre zurück.

Es war Liebe auf den ersten Blick

Das Licht der Welt erblickte Waltraud (geb. Caldonazzi) als fünftes von insgesamt sieben Kindern im Jahr 1941. Ihre Eltern stammten ursprünglich aus Südtirol und übersiedelten nach Dornbirn, als Waltraud vier Jahre alt war. Mutig und couragiert wagte sie im Alter von 18 Jahren ganz alleine den Schritt in die Großstadt München. Schnell fand sie Unterkunft bei einer Familie, bei der sie zwei Jahre lang den Haushalt führte. Danach zog es sie wieder in ihre Heimat und sie fand eine Anstellung im Krankenhaus Feldkirch.

Gilbert kam 1939 als erstes Kind von Benjamin und Maria Thönig zur Welt. Im Alter von zwei Jahren verlor er seinen Vater im Krieg in Russland. Nach dem Besuch der Volks- und Hauptschule in Bludenz, trat er im Alter von 15 Jahren eine Stelle in der Weberei der Firma Getzner Textil an. Mit 18 Jahren wechselte er dann zur ÖBB, wo er anfangs im Verschub tätig war und sich dann weiter zum Zugbegleiter bis hin zum Zugführer qualifizierte.

Die beiden gründeten eine Familie

Kennengelernt haben sich die Jubilare, wie konnte es anders sein, auf einer Zugfahrt von Bludenz nach Dornbirn. Als Gilbert erfuhr, dass Waltraud keine Fahrkarte hatte, lieh er ihr kurzerhand das Geld – nicht nur aus Hilfsbereitschaft, sondern auch in der Hoffnung auf ein Wiedersehen. Schnell folgte das erste Rendezvous im Arlberger Hof in Bludenz, an das sich beide noch lebhaft erinnern können.

Nach eineinhalb Jahren wurde geheiratet. Hochzeitsreise gab es keine, da das Geld zu der Zeit immer knapp war. Ihre erste gemeinsame Wohnung bezogen sie in der Südtiroler Siedlung in Bludenz, wo sie kurz darauf voller Freude ihre Tochter Marissa empfingen. Vier Jahre später hielten sie dann mit großem Stolz ihren Stammhalter Andreas in Händen.

Durch die Übersiedelung in ihr neues Zuhause in Gais im Jahre 1984 konnte Gilbert sich seinen langersehnten Wunsch von einem Schäferhund erfüllen. Er trat dem Hundesportverein bei und hat mit seinen treuen Begleitern „Endi“, später „Estha“ und „Rolf“ mehrere Preise gewonnen.

Durch die Geburt ihrer Enkel Janine und André wurde die Familie 1987 und 1990 erweitert. Als Großeltern engagierten sie sich mit Leidenschaft und genossen zusammen mit ihren Enkelkindern abenteuerliche Waldspaziergänge, kreative Betätigungen und den einen oder anderen gemütlichen Fernsehabend.

Verdienter Ruhestand mit aktiver Lebensführung

Die gemeinsame Liebe zu Antiquitäten, Gilberts handwerkliches Geschick und Waltrauds künstlerisches Talent machten sie zu einem perfekten Team. So beschäftigte Gilbert sich zeitlebens mit der Restaurierung alter Uhren und Waltraud unterstützte mit ihrer künstlerischen Ader, indem sie die Ziffernblätter bemalte. Ruhestand kennen die beiden nicht. Dank guter Gesundheit besuchen sie seit Jahrzehnten ihre geliebten Tanznachmittage und lassen dabei keinen einzigen Tanz aus. Auch das Singen in geselliger Runde und ihre Reiselust begleitet sie bis heute. Die wöchentlichen Jass- und Kegelnachmittage werden von Gilbert mit Passion besucht.