26.01.2017 • 11:59 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Haushaltsversicherung schützt den ganzen Wohnungsinhalt. Fotos: Shutterstock
Die Haushaltsversicherung schützt den ganzen Wohnungsinhalt. Fotos: Shutterstock

Existenziell. Eine Haushaltsversicherung ist unerlässlich und sollte gut geprüft werden.

Neben dem Basisschutz für Ereignisse wie Zerstörung, Beschädigung oder Diebstahl gibt es verschiedenste Zusatzangebote, die der eine benötigt, der andere wiederum nicht. Fast immer ist mit einer Haushalts- auch eine Privat-Haftpflichtversicherung kombiniert. Neuwert bedeutet, dass für das zerstörte oder gestohlene Fernsehgerät ein gleichwertiges Neugerät angeschafft werden kann, egal wie alt das Gerät bereits war. Ersetzt wird der Wiederbeschaffungswert am Tag des Schadenseintritts. Viele Versicherungsverträge enthalten aber noch sogenannte Zeitwertklauseln, die eine Einschränkung des Neuwertprinzips darstellen. Beispiel: „Ist der Zeitwert niedriger als 40 Prozent des Wiederbeschaffungspreises, wird nur der Zeitwert zum Zeitpunkt des Schadens ersetzt.“ Man muss mit ca. zehn Prozent Wertverlust pro Jahr rechnen. Daraus ergibt sich, dass nach einigen Jahren nur mehr ein Bruchteil der Wiederbeschaffungskosten ersetzt wird.

Unterversicherung

Die Versicherungssumme kann durch folgende Methoden festgelegt werden: Quadratmeterversicherung: Die Versicherungssumme wird nach der Wohnnutzfläche und der jeweiligen Ausstattungskategorie berechnet. Diese Variante ist zeitsparend und die Versicherung verzichtet bei korrekter Angabe der Wohnnutzfläche im Schadensfall auf den Einwand der Unterversicherung.

Summenversicherung

Die Versicherungssumme ergibt sich aus dem Neuwert aller Gegenstände und Geräte in der Wohnung. Diese Variante ist aufwendig, weil eine genaue Inventarliste zu erstellen ist. Wenn die festgelegte Versicherungssumme nicht dem tatsächlichen Wert des Hausrats entspricht, kann die Versicherung im Schadensfall den Einwand der Unterversicherung geltend machen.

Nach dem Schadensfall

Tritt ein Schadensfall ein, muss sofort der Versicherer benachrichtigt und ihm der erlittene Schaden gemeldet werden. Die Versicherungsbedingungen sehen üblicherweise in der Sachversicherung eine Maximalfrist von drei Tagen für die Schadensmeldung vor. In der Haftpflichtversicherung hat die Benachrichtigung unverzüglich, spätestens aber innerhalb einer Woche zu erfolgen. Eine Schadensmeldung sollte schriftlich – am besten per Mail oder sogar per Einschreiben für einen sicheren Nachweis – abgesendet werden. Beigelegt werden sollte eine Liste aller Objekte, die zerstört oder abhanden gekommen sind. Diese Aufstellung muss sowohl zur Meldung an den Versicherer als auch an die Sicherheitsbehörden beigelegt werden. Sparbücher, Bankomat- und Kreditkarten sind unverzüglich zu sperren. Bei Feuer, Einbruchdiebstahl oder Beraubung ist die Polizei zu verständigen. Ein Angebotsvergleich oder eine Beratung erleichtern den Entscheid bei komplexen Angeboten. Mehr auf www.arbeiterkammer.at

Neben der Basisabsicherung kann man Zusatzpakete abschließen.
Neben der Basisabsicherung kann man Zusatzpakete abschließen.