Plitsch, platsch im Pool

11.07.2019 • 12:38 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Beim Bau eines Pools sind im Vorfeld auch baurechtliche Details zu klären.foto: Shutterstock
Beim Bau eines Pools sind im Vorfeld auch baurechtliche Details zu klären.foto: Shutterstock

Je nach Art eines Pools ist eine Bauanzeige notwendig.

Aktuell Wer vorhat, einen Swimmingpool zu bauen oder ein größeres Aufstellbecken im Garten zu platzieren, sollte sich stets vorher bei seiner Wohngemeinde über die rechtlichen Voraussetzungen informieren. Wenn die Errichtung bautechnische Kenntnisse erfordert – wie zum Beispiel Fundamente schütten, Löcher graben etc., gilt dies als anzeigepflichtiges Bauwerk und muss mittels Bauanzeige bei der Gemeinde beantragt werden. Auch die Errichtung von Schwimmteichen fällt gegebenenfalls darunter.

Richtlinien

Der gesetzliche Bauabstand für unterirdische Bauteile beträgt ein Meter, oberirdische Bauteile müssen mindestens zwei Meter von der Nachbarliegenschaft entfernt sein. Der Bewilligungsbescheid der Baubehörde beinhaltet Auflagen, denen die Errichtung unterliegt. Unter anderem ist die Art und Weise einer vorzunehmenden Ableitung des Badewassers – wie eine gänzliche oder teilweise Beckenentleerung – vorgeschrieben. Manche Gemeinden haben dazu detaillierte Informationen auf ihrer Homepage, so wie Lauterach, bei anderen Gemeinden empfiehlt es sich, Auskünfte
direkt einzuholen.

Entleerungsvorschrift

Das Badewasser ist über die öffentliche Kanalisation abzuleiten, nur in begründeten Fällen ist eine Versickerung möglich. Die Ent-
leerung hat jedenfalls bescheid-
gemäß zu erfolgen. Das Versickern aufbereiteter Badewässer oder nicht reinigungsbedürftiger Badewässer ist in einzelnen Gemeinden dem Wasserwerk bekannt zu geben, dessen Mitarbeiter können allenfalls die Entleerung über-
wachen und haben das Recht diese zu unterbrechen. Die schriftliche Bekanntgabe der Versickerung dient dem Nachweis der nicht in den Kanal eingeleiteten Badewässer und ist Grundlage für eine mindernde Berücksichtigung bei der Gebührenvorschreibung. Für eine gebührenschonende Berücksichtigung ist dieser Nachweis zwingend erforderlich – ohne ihn gibt es keine Gebührenreduktion.

Befüllungsregelung

Auch was die Befüllung eines Schwimmpools betrifft, sind klare Regelungen in den Gemeinden festgehalten. Der Pool darf nur über den Hauswasseranschluss und nicht über eigene Hauswasserbrunnen befüllt werden. Es besteht in Ausnahmefällen die Möglichkeit einer Befüllung über Hydranten. So fallen Erstbefüllungen zum Ausgleich des Umgebungs-
druckes – beispielsweise Hinterfüllungsarbeiten – unter diese Ausnahmefälle. Vor dem Poolbau empfiehlt er sich also, alle angeführten Punkte im Detail abzuklären.