Wohnen mit Kinderaugen

Immo / 08.08.2019 • 13:14 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Kinder benötigen auch im Haushalt unseren besonderen Schutz.foto: Shutterstock
Kinder benötigen auch im Haushalt unseren besonderen Schutz.foto: Shutterstock

Immer noch geschehen viel zu viele Unfälle mit Kindern
daheim in den eigenen vier Wänden.

Sicherheit Viele Unfälle sind bereits mit einfachen Sicherheitsmaßnahmen vermeidbar. Wer sich ein wenig in die Kleinen hineinversetzt und die Welt mit Kinderaugen betrachtet, kommt schnell drauf, was für die Kleinen reizvoll und interessant sein könnte, was sie alles erreichen können und wie sie sich mit Hilfsmitteln womöglich an Orte begeben können, an die sie nicht rankommen sollten. Kinder sind durchaus in der Lage, einen Stuhl oder ein anderes Möbelstück als Kletterhilfe zum Fenster zu verwenden. Vielleicht wollen die Kleinen aber auch nur ein Spielzeug
von einem oberen Regalbrett fischen. Deswegen ist es sehr wichtig, Regale stets kippsicher aufzustellen und auch Stehregale am besten fix an der Wand zu montieren.

Stolperfallen entfernen

Liegt im Kinderzimmer zu vieles an Möbeln und Spielzeug herum, so können diese für die Kleinen wie Erwachsene zu Stolperfallen werden. Ecken und Kanten können mit einem speziellen Kantenschutz, Schaumstoff oder Kissen geschützt werden. Für Schubladen gibt es spezielle Sperrvorrichtungen. Lose Teppiche und Läufer im Kinderzimmer sollten rutschfest verlegt sein. Eine gute Beleuchtung ist ebenfalls wichtig, damit Groß und Klein nicht ins Straucheln geraten. Dass man Steckdosen mit einer Kindersicherung versieht, ist meist selbstverständlich. Aber auch Kabel- und Zuleitungen sollten fest und stolpersicher montiert sein. Tragische Meldungen über Fensterstürze von Kindern erschütterten in den vergangenen Wochen Österreich. Fenster sollten mit abschließbaren Griffen versehen sein. Auch für Balkone gibt es Sicherungsgitter. Wichtig ist auch hier, dass keine Kletterhilfen herumstehen. Schnell wird ein umgedrehter großer Blumentopf zur Steighilfe von cleveren Kleinen.

Putzmittel einsperren

Medikamente dürfen keinesfalls für Kinder erreichbar aufbewahrt werden. Ähnliches gilt für Reinigungsmittel, die durch ihre Duftstoffe gerne von Kindern untersucht werden. Tabletten können mit Zuckerln verwechselt werden, schleimhautreizende Putzmittel können für Vergiftungen sorgen. Daher ist das Versperren von Medikamentenschrank, Putzmittelschrank und Werkzeugkiste mit Teppichmesser und Co in einem Haushalt mit kleinen Kindern ebenfalls unerlässlich. Fachgeschäfte und Babyausstatter haben meist eine umfangreiche Auswahl an Kindersicherheitsartikeln vorrätig, welche die Sicherheit der kleinen Mitbewohner unterstützen.