Schneeräumen – aber richtig

Immo / 19.12.2019 • 16:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Schneemengen Auch wenn sich in Tallagen bisher nicht gar zu viel Schnee gezeigt hat, müssen Anrainer bereit sein zum Schneeschaufeln.

Schneemengen Auch wenn sich in Tallagen bisher nicht gar zu viel Schnee gezeigt hat, müssen Anrainer bereit sein zum Schneeschaufeln.

Wenn der Winter Einzug hält, gelten für Straßenanrainer klare Regeln
für Schneeräumung und Streupflicht.

Aktuell Fußgänger sollen auch im Winter Gehsteige ohne Sturzgefahr benützen können. Im Ortsgebiet müssen deshalb öffentlich genutzte Gehsteige und Wege von Schnee geräumt und gegen Sturzgefahr gestreut werden. Daran erinnert Markus Maier, stellvertretender Geschäftsleiter von Andreas Hofer Immobilien. „Die Räum-
pflicht betrifft alle Eigentümer von Grundstücken, die an Gehwege grenzen. Die Verpflichtung entfällt, wenn der Weg mehr als 3 Meter von der Grundstücksgrenze entfernt ist.“ Zur Sicherheit der Fußgänger müssen auch Schneewechten und Eiszapfen am Dach entfernt werden. Wenn nötig, sind gefährdete Straßenstellen zu sperren oder in geeigneter Weise zu kennzeichnen. Allerdings entbindet das Aufstellen von Warnhinweisen als Sofortmaßnahme Eigentümer nicht von einer ordnungsgemäßen Reinigung.

Schutz der Fußgänger

Die Räumpflicht gilt laut StVO entlang der gesamten Grundstücksgrenze, und zwar in der Zeit von
6 bis 22 Uhr. Ist kein Gehsteig/-weg vorhanden, so ist der Straßenrand in einer Breite von 1 Meter zu räumen und zu betreuen. Jede Gemeinde kann aber die Räumpflicht auch abweichend regeln. Wenn sich Fußgänger bei einem Sturz auf mangelhaft geräumten Wegen verletzen, können sie vom Eigentümer des angrenzenden Grundstücks Schadenersatz verlangen. Schadenersatz kann übrigens auch verlangt werden, wenn ein Sturz nach dem Ende der Streupflicht erfolgte. Voraussetzung ist, dass der Unfall auf eine Verletzung der Räum- und Streupflicht innerhalb des vorgeschriebenen Zeitraumes zurückzuführen ist. Markus Maier: „Eigentümer können ihre Räum- und Streupflicht durch Vereinbarung auf zuverlässige Dritte wie Mieter oder Pächter, Hausbesorger oder eigene Winterdienste übertragen.“

„Grundstückseigentümer können auch Mieter oder Dienstleister mit Schneeräumung beauftragen.“