Wohnliches aus zwei Welten

Immo / 30.01.2020 • 13:03 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Keramik, organische Formen und zurückhaltende Farben kennzeichnen unter anderem den Japandi-Stil.foto: shutterstock
Keramik, organische Formen und zurückhaltende Farben kennzeichnen unter anderem den Japandi-Stil.foto: shutterstock

Der Einrichtungstrend Japandi vereint japanische Ästhetik
und skandinavisches Hygge-Kuschelgefühl in einem.

Wohnen Heimelige Schlichtheit und unaufgeregte Ästhetik sind sowohl in Japan wie in Skandinavien anzutreffen. Der Trend zur Reduktion, zu Geradlinigkeit, Freiraum und bewusst ausgewählten Möbelstücken ist seit einigen Jahren festzustellen. Trendsetter kreierten das Wort Japandi als Kombination der Wörter Japan und Skandi, verrät die Plattform wohnnet.at. Der Mix aus beiden Einrichtungsstilen ist es, der eine gewisse Spannung erzeugt. Freie Flächen sind bei diesem Einrichtungsstil ein Gestaltungselement und ein bislang ungewohntes Wohnkonzept. Dekoratives wird sorgsam ausgewählt. Räume, Regale und freie Flächen sollen keinesfalls überladen sein. Regalflächen sollten teilweise frei bleiben, vieles konzentriert sich auf Einzelstücke.

Leichtigkeit

Natürlich ergänzen Bilder und Pflanzen das Interieur. Einblättrige Grünpflanzen und Kakteen und Keramik werden ganz gezielt eingesetzt. Bodennahe Möbel wie Futons und Raumtrenner aus Reispapier vermitteln Leichtigkeit. Durch den zurückhaltenden Einsatz von Deko und Möbeln gewinnen die verbleibenden Stücke an Strahlkraft und ziehen erhöhte Aufmerksamkeit auf sich. Für den Japandi-Stil werden natürliche Textilien aus Baumwolle, Leinen, Jute oder Wolle in sanften Naturtönen kombiniert. Muster sind unauffällig. Ein solches wäre beispielsweise das Shibori-Muster, ein traditionelles japanisches Batikverfahren. Hier setzt man vor allem auf Blau, aber auch auf gedeckte und erdige Töne. Zeitlos, erlesen und unaufdringlich. Tische, Regale und Stühle werden aus hochwertigen Hölzern, vielfach mit dunkel gebeizten Oberflächen, eingesetzt. Aber auch helle Möbel werden mit dunkler Deko kombiniert. Sichtbare Maserungen sind erwünscht. Der Stellenwert von Handarbeit ist an der Einrichtung ablesbar: Handgefertigtes wird gezielt eingesetzt. Japandi hat nichts mit Schwarz-Weiss-Minimalismus zu tun, vielmehr vermitteln hier Gegenstände mit Gebrauchsspuren Authentizität. Organische Formen und unregelmäßige Glasuren gehören dazu. Gedeckte, erdige Töne, sanfte Naturfarben Blau wird gerne eingesetzt. Die Möbel sind zeitlos, stilvoll und von langlebiger Hochwertigkeit. Generell wird in diesem Asien und Skandinavien verbindenden Stil das Prinzip
„weniger ist mehr“ verwirklicht.