Label für gesundes Wohnen

Immo / 13.02.2020 • 10:56 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Gerhard Müller, das Dornbirner Hausbesitzerpaar Sussitz/Pitterle, LR Rauch und Harald Gmeiner.foto: werner micheli
Gerhard Müller, das Dornbirner Hausbesitzerpaar Sussitz/Pitterle, LR Rauch und Harald Gmeiner.foto: werner micheli

Mit „wohngsund“ haben das Energieinstitut Vorarlberg und Profis aus der Bauwirtschaft einen neuen Standard für schadstoffarme Innenräume entwickelt.

siegel Schadstoffe aus Baumaterialien belasten die Gesundheit. Menschen in unseren Breiten verbringen 90 Prozent ihrer Zeit in Innenräumen. Die Basis für schadstoffarme Innenräume liegt daher in der sorgfältigen Auswahl der Baumaterialien. Da Planer und Handwerker mit einer Vielzahl an Materialien konfrontiert sind, hat das Energieinstitut Vorarlberg mit dem Label „wohn
gsund“ eine Hilfestellung bei der Materialwahl und für Bauleute einen einfach bestellbaren Qualitätsstandard geschaffen.

Hinter „wohngsund“ steckt laut Harald Gmeiner ein einfacher Katalog mit den wichtigsten Kriterien für schadstoffarme Innenräume. Die Kriterien sind transparent und für alle Ausführenden anwendbar. Sie betreffen zehn verschiedene Materialgruppen von Dichtungsbahnen bis zu Dämmstoffen und vom Mauermörtel bis zum Wandbelag.

Materialwahl einfach gemacht

Die Materialwahl ist über eine ökologische Produktdatenbank denkbar einfach. Am Ende bestätigen eine kurze Checkliste und eine abschließende Luftgütemessung die erfolgreiche Minimierung der Schadstoffe. Der klare Standard soll Sicherheit geben: „Wer eine Wohnung oder ein Haus kauft, soll beim Bauträger oder Generalunternehmen einfach und klar einen schadstoffarmen Standard bestellen können“, umreißt Harald Gmeiner das Anliegen. Für die Bestellenden wie für die Ausführenden soll am Ende auch die Qualität der Arbeit sichtbar sein. Dies begrüßt auch Baumeister Gerhard Müller. Der Bauträger sieht die Verantwortung über den Materialeinsatz bei sich.
Deshalb befasst er sich auch schon seit geraumer Zeit mit nachhaltiger Materialwahl. Gerhard Müller ist der erste Bauträger, der ein Gebäude nach dem „wohngsund“-Standard errichtet und zertifiziert hat. Die Hauptrolle in der Umsetzung spiele übrigens das Handwerk. Die transparenten Richtlinien des „wohngsund“-Labels bilden dabei hilfreiche Leitplanken. Zugkräftig ist die Tatsache, dass die Ausführenden bei der täglichen Verarbeitung der Materialien am meisten von deren Schadstofffreiheit profitieren würden.

• Garantiert schadstoffarmer
Innenraum wird einfach bestellbar.

• Zertifikat basiert auf Checkliste und Messung der Luftgüte.

• Kosten für die Messung durch Fachfirmen und die Zertifizierung betragen im EFH rund 1300 Euro, im größeren MFH rund 4000 Euro abhängig von der Anzahl der gemessenen Räume.

• Das „wohngsund“-Zertifikat kann von jedem Bauträger umgesetzt und dort bestellt werden.

• Das Energieinstitut Vorarlberg unterstützt im Rahmen einer Baumaterialberatung für Bauleute auf www.energieinstitut.at