Technologische Lernhilfen wirken sich negativ aus

16.02.2018 • 07:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Laptops im Klassenzimmer beeinträchtigen das Lernen negativ. Zu diesem Schluss kommt eine Studie.
Laptops im Klassenzimmer beeinträchtigen das Lernen negativ. Zu diesem Schluss kommt eine Studie.

Lernhilfen Laptops, iPads und E-Books, die im Klassenzimmer für schulische Zwecke genutzt werden, beeinträchtigen das Lernen der Schüler negativ. Das zeigt eine aktuelle Studie der Consulting-Firma McKinsey. In der Forschungsarbeit haben sich die Researcher mit 15-jährigen Schulkindern in Europa befasst. Während Technologie das Lernen außerhalb der Schule sinnvoll unterstützen kann, hat die Nutzung im Klassenzimmer oft eine ganz andere Wirkung. Hingegen schadete es nicht, wenn ausschließlich Lehrer Zugang zu Technologie hatten. „In einigen Ländern hat das Hinzufügen eines Lehrer-Computers pro Klassenzimmer die Bildungsleistung mehr als verzehnfacht – im Gegensatz dazu, wenn im gleichen Klassenzimmer ein einziger Schüler-Computer errichtet wurde“, erklären die Forscher. Die Ergebnisse der Studie könnten Einfluss auf ein Umdenken in Bezug auf Technologieansätze in Schulen haben – zudem auch auf staatliche Maßnahmen zur Förderung des Zugangs zu Technologie im Unterricht. „Schulsysteme sollten sicherstellen, dass Informations- und Kommunikationstechnologie-Programme in den Lehrplan und in den Unterricht integriert und durch professionelle Entwicklung und Coaching von Lehrkräften unterstützt werden“, raten die Researcher.