Ein Tattoo ohne Tabu

Karriere / 04.10.2019 • 11:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Arbeitsrechtlich betrachtet darf österreichweit Körperschmuck jeder Art getragen werden. Fotolia
Arbeitsrechtlich betrachtet darf österreichweit Körperschmuck jeder Art getragen werden. Fotolia

70 Prozent der Führungskräfte sind Tätowierungen egal

Schwarzach Eine kleine Blume am Knöchel, ein eleganter Pfeil am Handgelenk, oder ein bunter Drachen als Full-Sleeve – Tattoos sind ausgesprochen beliebt und immer mehr Menschen entscheiden sich dafür. Immerhin ist laut Statistik Austria inzwischen jeder Fünfte tätowiert. Doch lassen sich die bunten Bilder unter der Haut mit dem beruflichen Umfeld auch vereinbaren? Dieser Frage ist eine aktuelle Onlineumfrage von karriere.at nachgegangen. Das Ergebnis überrascht: Von den 150 befragten HR-Managern, Geschäftsführern und Führungskräften finden 70 Prozent, dass jeder machen kann, wonach ihm ist. Jeder fünfte Unternehmensvertreter hat mit Tätowierungen kein Problem, solange man sie nicht sieht. Für drei Prozent wiederum zeugen sie von Individualität und Kreativität. Nur sieben Prozent bezeichneten Tinte in der Haut als absolutes No-Go in ihrer Branche.

Branchenüblich

Allerdings gilt: Der Arbeitgeber kann sie während der Arbeitszeit nur dann verbieten, wenn, wie zum Beispiel im Bankbereich, viel Kundenkontakt notwendig ist und die Seriosität leidet. Kurz: Wenn sie dem branchenüblichen Auftreten widerspricht. Dann nämlich kann der Chef die Weisung erteilen, den Körperschmuck bei der Arbeit rauszunehmen bzw. zu verdecken. Oder die Tattoos und Piercings können im schlimmsten Fall ein Kündigungsrechtfertigungsgrund sein. Ein Mitarbeiter mit Kundenkontakt ist deshalb gut beraten, sich nur an verdeckbaren Körperstellen tätowieren zu lassen. Was mit Blick auf die aktuelle Umfrage recht überraschend ist: Nur drei von zehn Arbeitnehmern glauben, dass sie durch ihre Tattoos positiv in ihrem Karriereumfeld gesehen werden.

Arbeitsrechtlich betrachtet darf österreichweit Körperschmuck jeder Art getragen werden. Fotolia
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