Motiviertes Team als Schlüssel zum Erfolg

Karriere / 03.01.2020 • 10:20 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Markus Zimmermann: „Dank der dualen Ausbildung sind die Leute auch breit einsetzbar und haben ein unglaubliches Entwicklungspotenzial.“ VN/Stiplovsek
Markus Zimmermann: „Dank der dualen Ausbildung sind die Leute auch breit einsetzbar und haben ein unglaubliches Entwicklungspotenzial.“ VN/Stiplovsek

Junge Fachkräfte sind im Land stark umworben.

Sie haben das erste Mal am Bewerb der Wirtschaftskammer teilgenommen und haben das Prädikat „Ausgezeichneter Lehrbetrieb“ erhalten. Warum sind Sie ein guter Arbeitgeber?

Zimmermann Ich glaube, unser junges, motiviertes Team ist ein wesentlicher Schlüssel. Der Lehrling wird vom ersten Tag an in das betriebliche Leben eingebunden und findet seinen Platz im Team.

Ihr Betrieb bildet aktuell vier Lehrlinge aus. Was können Lehrlinge in Ihrem Unternehmen lernen?

Zimmermann Wir vermitteln alle Inhalte, die zum Lehrberuf gehören, aber auch zu dessen Umfeld. Die Jugendlichen erhalten Einblick in alle Bereiche und lernen, wie ein Unternehmen funktioniert. Durch die Übernahme von Verantwortung und Mitarbeit reifen sie zu praxisnahen Fachkräften und ausgewachsenen Persönlichkeiten.

Wie modern ist Ihre Ausbildung?

Zimmermann Als Technologieunternehmen müssen wir grundsätzlich auf dem Stand der Technik sein oder noch besser voraus. Die Digitalisierung unserer Produktion wurde schon umgesetzt, bevor der Begriff Industrie 4.0 formuliert wurde. Die Mitarbeiter sehen bereits die Zukunft der Produktion und der Produkte.

Sie betreuen Lehrlinge seit 1992. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Zimmermann Die jungen Leute sind in Vorarlberg stark umworben. Da ist es als kleiner Betrieb relativ schwierig, gute Lehrlinge zu erhalten. Wir achten bei der Auswahl verstärkt auf die Person und deren Willen sich zu entwickeln. Als Teil des Teams können wir die Lehrlinge recht einfach für die Aufgabe begeistern und motivieren. Die Blockschule bedeutet zehn Wochen Abwesenheit von zu Hause und ist dadurch für viele ein großer Schritt. Das führt hin und wieder zu Problemen.

Welche Voraussetzungen müssen für ein harmonisches Arbeitsklima gegeben sein?

Zimmermann Die Jugendlichen verlassen die Komfortzone des Elternheims meist zum ersten Mal. Als Lehrbetrieb übernehmen wir einen Teil der Erziehung und führen die Personen in die Arbeitswelt. Dazu versuche ich viel Verständnis aufzubringen und mich in ihre Lage zu versetzen. Meine drei Töchter waren eine gute Schule dafür. Heute kann ich das aus einem anderen Blickwinkel betrachten und die Erfahrungen nutzen. Die Arbeit mit den jungen Leuten hält aber mich jung und flexibel.

Wie bewältigen Sie die Suche nach den Besten?

Zimmermann Regionale Lehrlingsmessen bringen viel Aufmerksamkeit, weiters nutzen wir Internetplattformen. Der größte und beste Faktor ist aber Mundpropaganda durch zufriedene Mitarbeiter.

Wie schaffen Sie es, dass High Potentials Ihnen die Treue halten?

Zimmermann Durch gezielte Aufgaben schon in der Lehrzeit geben wir jedem das Gefühl, dass er wichtig ist und gebraucht wird. Das entspricht aber auch der Wahrheit. Bei uns hat jeder die Möglichkeit sich weiterzuentwickeln. Wir sind stolz, ehemalige Lehrlinge in Schlüsselpositionen zu wissen. Wir legen großen Wert auf ein gutes und familiäres Arbeitsklima, gegenseitigen Respekt und wir glauben an jeden Einzelnen.

Was wünschen Sie sich von Ihren Lehrlingen?

Zimmermann Vor allem den Willen für die erfolgreiche Ausbildung und Einsatzbereitschaft zu zeigen.
Zudem einen Charakter, der in unser Team passt. Wenn dann noch technisches Verständnis vorhanden ist, können wir den Rest gemeinsam erarbeiten. mec

Markus Zimmermann: „Dank der dualen Ausbildung sind die Leute auch breit einsetzbar und haben ein unglaubliches Entwicklungspotenzial.“ VN/Stiplovsek
Markus Zimmermann: „Dank der dualen Ausbildung sind die Leute auch breit einsetzbar und haben ein unglaubliches Entwicklungspotenzial.“ VN/Stiplovsek

Zur Person

Markus Zimmermann

Ausbildung Mechaniker

Laufbahn Lehre zum Mechaniker, Werkmeisterschule Maschinenbau und Kunststofftechnik, seit 30 Jahren in der Kunststofftechnik tätig und seit 2008 bei MONTFORT

Alter 54 Jahre

Familie verheiratet, drei Kinder

Hobbys Ski fahren, Wandern

Homepage www.montfort.co.at