Z für Zeit der Veränderung

Karriere / 03.01.2020 • 10:20 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bei der Generation Z können sich Unternehmen Nachlässigkeiten noch weniger erlauben als bei den Generationen davor.
Bei der Generation Z können sich Unternehmen Nachlässigkeiten noch weniger erlauben als bei den Generationen davor.

Eigener Schreibtisch, individuell gestaltbare Arbeitsumgebung und geregelte Arbeitszeiten.

Generation Z Sie stehen schon im Arbeitsleben. Die Kinder der Generation Z, die ab 1995 geboren wurden. Doch wie ticken sie eigentlich, diese junge Leute, die ganz selbstbewusst „Nein“ zum Großraumbüro sagen, sich gegen Normen und Trends stemmen und damit die Zukunft der Arbeit maßgeblich beeinflussen werden?

Eine Antwort weiß Generationen-Experte Professor Christian Scholz, der auch in Vorarlberg kein Unbekannter ist. In den VN gibt der Experte Tipps, was bei Onboarding nicht fehlen darf:

Es mag trivial wirken: Aber ein kleines und personifiziertes Willkommenspaket mit einigen Kleinigkeiten, wie einem T-Shirt, etwas Lektüre, Kugelschreiber sowie dem Mitarbeiterhandbuch als PDF und als Link auf einem USB-Stick, gefällt immer. Das ist nicht neu, aber gerade bei der Generation Z wichtig und kann auch schon vor dem eigentlichen Arbeitsantritt übergeben werden.

Klare und schriftliche Kommunikation aller Regeln
bezüglich Arbeitszeit, Arbeitsort, Urlaub, Kleiderordnung, Personal­­­entwicklung und Umgangsformen. Gerade die Generation Z ist es von klein auf gewöhnt, an die Hand genommen und mit Strukturen „versorgt“ zu werden. Sie ist seit dem Kindergarten in vorgegebene Abläufe eingeplant, was extrem viel Sicherheit gibt.

So sehr die Generation Z einen Coach aus anderen Generationen ablehnt, so sehr schätzt sie es, wenn sie für den ersten Tag einen „Kurator“ aus der Generation Z zugewiesen bekommt. Dieser erklärt wie in einem Museum die Zusammenhänge, zeigt den Weg und vermittelt Sicherheit. Deshalb ist das Konzept des Kurators generell ganz zentral bei der Generation Z.

Die persönliche Infrastruktur muss vollständig und funktionsfähig sein. Dazu gehören E-Mail-Adressen ebenso wie Laptop und Zugangskennungen. Auch Ausweise, Visitenkarten und Türbeschriftungen sowie Einträge in die entsprechenden Verzeichnisse müssen vorhanden sein. Ganz wichtig: Die Generation Z besteht auf einen eigenen Schreibtisch mit Platz für Kaktus und Bild von Freund/Freundin. Wenn Unternehmen stolz darauf hinweisen, dass sich die Generation Z ja „ins System einloggen kann“ und dann tageweise in einem hochmodernen Großraumbüro einen Schreibtisch zugewiesen bekommt, für den selbstredend die CleanDesk-Policy gilt, kann es schon mal passieren, dass der erste Tag für die Neuankömmlinge auch gleich der letzte ist.

Und noch eine Kleinigkeit: Die Generation Z braucht einen klaren Plan, was in den ersten Tagen getan werden muss – möglichst mit exakter Angabe der Uhrzeit. Der saloppe Hinweis „jetzt arbeiten Sie sich einfach mal ein“ wird als Desinteresse an der eigenen Person interpretiert.