Zensoren löschten die Persiflage von Ai Weiwei

Kultur / 26.10.2012 • 18:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Peking. Chinas bekanntester Künstler Ai Weiwei hat das Spaßvideo Gangnam Style persifliert; in einigen Szenen schwenkte er Handschellen – das Regime in Peking reagierte mit Zensur.

Das Video war am Mittwochabend auf eine chinesische Plattform hochgeladen worden und wurde am Donnerstag gelöscht. In seiner Fassung des Tanzstücks, mit dem der südkoreanische Rapper Psy selbst den UN-Generalsekretär begeisterte, trat Ai Weiwei in einem pinken T-Shirt auf. Ai sagte der Nachrichtenagentur AP, er habe sich zur Produktion entschieden, als das Haus der Familie seines Freundes Zuoxiao Zuzhou, eines berühmten Rockstars in China, abgerissen werden sollte.

„Wir werden ständig kontrolliert, uns kann man den Pass einfach abnehmen, all das trifft unsere Fröhlichkeit“, erklärte Ai. Dagegen wollte sich der Künstler wehren. Schon der Titel des Videos „Grass Mud Horse Style“ ist im chinesischen Original gleichlautend mit einer vulgären Beschimpfung, womit sich Ai gehen die Zensoren wandte.