Knallhart oder kuschelig

Kultur / 27.11.2012 • 21:31 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
William Joyce erzählt sein Märchen ohne Pathos, dafür aber sehr witzig. Foto: AP
William Joyce erzählt sein Märchen ohne Pathos, dafür aber sehr witzig. Foto: AP

Wenn Weihnachten und Ostern zusammen­fallen, dann ist der Spaß grenzenlos.

Berlin. In „Die Hüter des Lichts“ kämpfen gleich alle Helden der Kindheit gegen den Schwarzen Mann. Manchmal fallen Weihnachten und Ostern eben doch zusammen. Wenn dann noch die Zahnfee eine Münze für den ausgefallenen Milchzahn unter das Kopfkissen legt, nachdem der Sandmann für die süßesten Träume gesorgt hat, ist das Kinderglück perfekt. Und so ist es verständlich, dass diese Helden die Kinder ins Staunen versetzten – zumindest in dem entzückenden Film aus den DreamWorks-Studios.

Einst Gutenachtgeschichten

Vor mehr als 14 Jahren fragte die sechsjährige Tochter des Zeichners und Buchautors William Joyce ihren Vater, ob sich Weihnachtsmann und Osterhase kennen. Joyce bejahte das und begann seinen Kindern kleine Gutenachtgeschichten zu erzählen. Fünf sind bislang erschienen. Nun hat er seine Idee zusammen mit den Machern von „Kung Fu Panda“ in 3D auf die große Kinoleinwand gebracht. Jack Frost ist ein rebellischer Junge, der vor allem eines im Sinn hat: Unsinn zu machen. Mit seinem Eisstab kann er Blumen, Straßen und Seen blitzschnell mit Eis überziehen, um sich anschließend mit den Kindern die rasantesten Rutschpartien zu liefern. Doch die Kinder können ihn weder sehen noch hören. Denn an den Weihnachtsmann, die Zahnfee und den Osterhasen, an die glauben sie, nicht aber an Jack Frost, den sie für eine Erfindung der Eltern halten.

Ohne Pathos, dafür unglaublich witzig und ideenreich erzählen William Joyce, Regisseur Peter Ramsey und das komplette Animationsteam dieses wunderbare Märchen. Der Osterhase kommt übrigens nicht als niedlicher Puschel daher, sondern als hagerer Kämpfer. Im Ganzen ist „Die Hüter des Lichts“ ein gelungenes Märchen für die Familie.